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Christian Wulff cc by wiki PujanakDiese Gesichter! Das Schönste bei der Bundespräsidentenwahl am Mittwoch waren die Gesichter von dem Merkel und Co., als sie merkten, dass die Unterstützung in den eigenen Reihen wegbricht. Gramgebeugt schleppte sich Angela Merkel in den Plenarsaal, als ob sie das Gewicht der ganzen Welt auf den Schultern tragen würde. Naja, das Gewicht Deutschlands hat sie ja fast vergessen… Schäubles Rollstuhl fuhr im Zeitlupentempo und bei Ursula von der Leyen war man sich nicht sicher, ob diese Totenmaske in ihrer Mimik von den Sorgen herrührte oder ob sie nur froh war, dass sie sich im letzten Moment nicht hatte aufstellen lassen. Doch schnell fasste man sich und machte sich auf die Suche nach den Verrätern, den parteiinternen Feinden, von Putsch war die Rede und fast schon könnte man meinen einen kleinen Inquisitor im Gesicht von Roland Koch erkennen zu können…

Währenddessen triumphierten SPD und Grüne, die in Gauck ihren persönlichen Obama hefunden hatten. Natürlich wäre Gauck tausendmal besser gewesen als das Wulff, doch haben wir uns in der Gauck-Mania einmal genauer mit seinen Inhalten beschäftigt? Ja, er hat vor Jahren einen guten Job gemacht, doch wir sind im Jetzt und Hier und im Jetzt und Hier ist Gauck für einen Einsatz in Afghanistan, für Hartz IV usw. Zudem ist er ein alter Freund von Angela Merkel…

Trotz allem war es eine herausragende, fast schon von kriegsmännischer Schläue geprägte Taktik von Rot-Grün. Dem Merkel konnten sie einen Heidenschreck einjagen und gegen die Linke hatten sie die über allem schwebende und sich immer wieder in Wogen, immer dann, wenn man sie braucht, aufblähende, übermächtige SED-Vergangenheit. Da wird gar nicht erst Demokratie probiert. Wir sind ein Zwei-Parteien-System und Punkt. Stakato-artig wurde von allen Vertretern von Rot-Grün wiederholt, dass die Linke die ewig Gestrigen seien, dass sie Gauck hassen würden und dass sie eine große Chance vertan hätten mit ihrer gar schröcklichen Vergangenheit aufzuräumen. Nur blöd, dass in der Linke auch etliche Westdeutsche sind, die mit dem Ganzen nichts zu tun haben… Zuhören und das als Politiker ist schon eine hohe Kunst. Stattdessen haben sich in ALLEN Parteien die Gorillas auf die Brust geklopft und wie immer keinen einzigen Gedanken an das Volk verschwendet.

Naja, das Linke-Bashing verläuft auch nicht so wie sich das alle erhofft haben, denn nach dieser abgrundtiefen, schmachvollen und haltlosen Niederlage der schwarz-gelben Koalition sind sie und ihre Hofmarschalle Springer und Co. viel zu sehr damit beschäftigt das Bild von Wülffchen in der Öffentlichkeit aufzubauen. „Die Kennedys aus Hannover“ titelten alle möglichen Springer-Medien und seine Frau soll „frischen Wind ins Schloss Bellevue“ bringen. Ein Bundespräsidentenpaar ganz nach dem Geschmack von Bunte und Artgenossen! Auf eines können wir uns mit Christian Wulff auf jeden Fall freuen, der Niedergang von Schwarz-Gelb wird sich beschleunigen…

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Ein Kommentar zu Die Kennedys aus Hannover schlagen zurück – Schauspiel Bundespräsidentenwahl

  1. […] den tapferen Männern, die momentan so heldenhaft Afghanistan und dem Irak die westliche Freiheit bringen, dass zuhause auch noch scharfe Muttis auf sie warten. […]

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