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Posts Tagged ‘ Rainald Grebe ’
Während am Aschermittwoch so manche Verkleidungskünstler ihren Rausch ausschlafen, geben sich die Politiker wie immer in der Provinz bürgernah. Und während sie alle das Regierungsviertel verlassen um genau diese Bürgernähe bürgernah zu demonstrieren, ziehen die Kabarettisten in die Hauptstadt und halten mit viel Satire dagegen.
Bereits zum 8. Mal lädt Arnulf Rating zum politischen Aschermittwoch in Berlin. Seinem Ruf folgen in diesem Jahr, genauer gesagt am 22. Februar 2012, Lisa Politt, Rainald Grebe und die Kapelle der Versöhnung, Nils Heinrich, HG Butzko, Piet Klocke und Harald Martenstein.
Während sich Arnulf Rating moderierend gibt, tröten die Musiker der IG Blech uns etwas. Ach ja, dem Ganzen lauschen kann man an besagtem Datum in der Arena Treptow. Karten gibt es an den bekannten Vorverkaufsstellen…
Continue Reading »Am Montag war es soweit und Rainald Grebe startete mit seinem neuen Solo-Programm in den Berliner Wühlmäusen. „So schnell eine neues Programm?“ haben wir uns zugegebenermaßen gefragt. Der Mann scheint unermüdlich an seiner Arbeit zu schrauben. Es war ein wunderschöner Abend, nur leider hätte er sich in unseren Augen vielleicht doch ein wenig mehr Zeit für die kreative Vorarbeit lassen sollen.
Zeit um noch ein bisschen mehr in sich zu gehen. Zeit um sich in kleinen Teilen vielleicht sogar neu zu erfinden. Keine Frage, wir haben auf der Bühne Rainald Grebe, vielleicht nicht in Bestform, aber eben doch in guter Form erlebt, aber leider kann das neue Programm nicht an seine letzten Arbeiten wie das Album „Zurück zur Natur“ oder sein Stück im Gorki Theater „Völker schaut auf diese Stadt“ anknüpfen.
Bei diesen hatte man den Eindruck, Grebe hätte einen Sprung gemacht und sei dabei sich neu aufzustellen. Ankündigungen wie, dass er im nächsten Programm wieder runterfahren, vielleicht auch wieder etwas mit Puppen machen wolle, verstärkten diesen Eindruck.
In Das RainaldGrebeKonzert zeigt er nun Bilder aus seinem Leben und vermittelt Eindrücke, erzählt Anekdoten in seinem typischen Stil. Alles wunderbar und mit vielen Lachern verbunden, leider hat er sich an einigen Stellen zu wenig getraut und nur auf sein altbekanntes Konzept vertraut. Solche tieferen Momente spürt man in der zweiten Hälfte in manchen Liedern. Dort setzt er dann auch ein Mittel ein, für das ich ihn persönlich sehr liebe: Leise Momente, die so lange gehalten werden, bis sie auf dem Höhepunkt gebrochen werden.
Ein Programm mit viel Potential, das man sicher noch weiter ausbauen kann. Wie sagte der Küüünstler selbst: „Ich glaube, in zwei Wochen ist dies ein ganz gutes Programm.“ Dem können wir nur beipflichten.
(Ihr wisst sicher, dass ich es hasse, auf den Arbeiten von anderen herumzuhacken. Normalerweise schreibe ich über Dinge, die bei mir nicht so gut wegkamen, einfach nicht, denn jede Aufführung oder Ähnliches ist mit viel Arbeit verbunden und am Ende ist das Ergebnis immer Geschmackssache. Hier hatte ich jedoch, besonders nach der Premieren-Feier im Anschluss, das Gefühl ein paar Dinge loswerden zu wollen…)
Continue Reading »Und mal wieder ein kleiner TV-Rundumschlag… Die nächsten großen Satire-Sendungen stehen vor der Tür und wir verraten euch wie immer die Gäste und Sendetermine. Bütte schön:
Los geht’s schon morgen, den 4. Oktober, mit „Pelzig hält sich“ um 22: 45 Uhr im ZDF. Frank-Markus Barwasser unterhält sich mal wieder als Erwin Pelzig und zwar mit Rainer Brüderle (FDP), Julia Klöckner (CDU) und Sebastian Nerz (Piratenpartei).
Am Montag, den 10. Oktober, empfängt Dieter Nuhr um 22:45 Uhr im Ersten Andreas Rebers, Frank Lüdecke, Dietmar Wischmeyer und Rolf Miller zum „Satire Gipfel“.
Am Samstag, den 15. Oktober, geht das Ganze dann im WDR um 21:45 Uhr in Form der „Mitternachtsspitzen“ weiter. Neben Jürgen Becker, Wilfried Schmickler und Uwe Lyko werden dort Helmut Schleich, Marc Breuer und Erwin Grosche vertreten sein.
Last but not least freuen wir uns am Dienstag, den 18. Oktober, um 22:15 Uhr im ZDF auf „Neues aus der Anstalt“. Als Gäste haben Urban Priol und Frank-Markus Barwasser dieses Mal Helmut Schleich, Rainald Grebe und Badesalz geladen.
Continue Reading »Eine Zusammenfassung von einem Rainald-Grebe-Stück? Muss das sein? Wollt ihr das an dieser Stelle wirklich lesen? Ich kann zunächst einmal sagen, die gestrige Premiere von Grebes neuem Stück für das Maxim Gorki Theater „Völker schaut auf diese Stadt“, das den schönen Untertitel trägt „Berlin wählt und Rainald Grebe kann sich nicht entscheiden“, verlief gut, was wohl am meisten die Künstler selbst freut, und war für mich als Publikum mehr als nur gute Unterhaltung. So soll heutiges Theater sein!
Auf seine ganz eigene Art zieht Grebe zusammen mit drei anderen Schauspielern und etlichen Puppen (nein, die Politiker sind nicht gemeint!) eine Bilanz von all dem Wahlkampf-Dschungel, in dem sich die Politiker fast schon genauso zu verirren scheinen wie wir Wähler selbst. Wie funktioniert Lokalpolitik? Was machen all die hohlen Worte mit den Zuhörern und den Redeschwingern selbst? Von der Sinnfrage mal ganz zu schweigen…
Am Ende kann mal einfach nur abschließen: Unbedingt hingehen! Wer bisher keine Karten bekommen hat, es gibt noch zusätzliche Termine, auch über den Tag der Wahl hinaus. Rainald Grebe im Kabarett ist gut, aber im Theater ist er überragend! So, und nun muss ich mir nur noch überlegen, wen ich wähle, denn auch Nina kann sich nicht so wirklich entscheiden…
Continue Reading »Rainald Grebe gönnt sich keine Verschnaufpause. Während immer neue Tour-Termine bekannt gegeben werden und er unermüdlich durchs Land tingelt, ist er zusätzlich in einer neuen Inszenierung am Maxim Gorki Theater in Berlin zu sehen.
„Völker schaut auf diese Stadt – Berlin wählt und Rainald Grebe kann sich nicht entscheiden“ nennt sich das Stück, das am 31. August Premiere feiert. Wie ihr bestimmt schon vermutet habt, äußert sich Rainald Grebe darin auf seine ganz eigene Art zur Landtagswahl in Berlin. Dementsprechend endet das Ganze auch am Wahlsonntag, den 18. September. Und wie immer an dieser Stelle, überlasse ich das Beschreiben von etwas, das ich noch nicht gesehen habe, denen die dafür verantwortlich sind. Wir beschreiben eh alle zu viel, eine Welt voller Beschreibungen. So, und während ich über diesen mehr als sinnvollen Gedanken sinniere, lest ihr den passenden Text vom Gorki:
„Auf der revolutionären 1. Mai-Demo gegen Gentrifizierung tönte seine Prenzlauer Berg-Hymne aus den Lautsprechern und Sprechchöre skandierten:„Ho,Ho Holzspielzeug!“ In den Ministerialbüros der CDU pflegt man subtile Volksnähe und hält sich Grebes Brandenburglied als Klingelton. Seine Songs sprengen Lager- und Parteigrenzen und spätestens seit seiner Waldbühnenparty ist er ganz „Oben“ angekommen. Doch für den Liedermacher Rainald Grebe beginnt eine schwere Zeit. Mitte September wird in Berlin gewählt und er soll mit seiner Stimme über die Zukunft der Stadt entscheiden. Grebe zieht sich zurück. Der Mann, der so „gern Unterschicht ist“ und den „ganz großen Zirkus“ doch nicht lassen kann, hat seine Wahlkampfzentrale in einer Berliner Kellerwohnung aufgeschlagen. Hier verfolgt er das Wahlgeschehen, spielt die Programme der Parteien und Kandidaten durch und befragt vor allem sich selbst: Warum gehe ich nicht in die Lokalpolitik? Warum habe ich keinen einzigen Freund, der in einer Partei ist? Was würde Günter Grass zu mir sagen?“
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