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Archive for Juni, 2010
Weil’s so schön war, an dieser Stelle noch einmal Georg Schramms “Dankesrede” zur Verleihung des Prix Pantheon:
Continue Reading »Alle, die in diesen Tagen fast schon genug vom WM-Wahnsinn haben oder auch einfach mal über das Ganze lachen können bzw. wollen, sind natürlich auch hier beim Kabarett richtig. Wer sich zwischen Vuvuzelas und dem Gebrüll der Nachbarn gefangen fühlt, wer sich beim unschuldigen Spazieren durch die Straßen ständig von einem Bienenschwarm verfolgt fühlt, aber keinen sieht, schon fast wahnsinnig wird und dann vor lauter Fahnen nichts mehr sieht, kann sich fast nur noch in den Humor flüchten, um dem nahenden debilen Zustand zu entgehen.
Der Bayrische Rundfunk hat in einer kleinen Audio-Collage zusammengestellt, was die lieben Kabarettisten über Fußball denken. Manche von ihnen sind Fans und spielen selbst, wie Dieter Hildebrandt, Werner Schneyder oder Bruno Jonas (man denke nur an den FC Schmiere
), andere können das Ganze weniger verstehen… In jedem Fall aber eine etwas andere Sicht auf das Happening Fußball und WM…
“Da, da hinten ist er!” Der Kabarettist läuft los, gefolgt von einer großen Masse an kreischenden Frauen und ein paar Männern, die alle langsam im Laufen ihre Oberteile öffnen. Dieses Multitasking ist enorm! “Das ist er, das muss er sein! Vielleicht spricht er ja mit uns oder berührt mich sogar. Oder hält mich für ein Genie und liest mein Gedicht. Bei den Reimen habe ich mir extra viel Mühe gegeben. Es muss einfach gut sein und er, er, soll es lesen.”
Der Kabarettist läuft Richtung Bühne. Er verschanzt sich. Vor der Bühne kreischende und weinende Frauen, die alle die Hände zu ihm empor strecken. “Ja, sag uns, wie die Welt funktioniert! Bring uns zum Lachen, lass deine Kritik auf uns herabprasseln, auf, dass wir nicht über sie nachdenken müssen, denn du denkst ja für uns!”
Ein anderer Teil des Kabarettpublikums rückt freundlich, aber bestimmt in die andere Seite des Saals… Ein paar wenige kauern sich kopfschüttelnd in der Ecke zusammen, während der Rest des Saals tobt. Der Kabarettist hat nun die Bühne betreten und kritisiert anhand einer Banane aus dem Supermarkt die Zwangsarbeit von Affen, die die Regierung darstellen, und spricht sich für fairen Handel aus. In diesem Moment öffnen zwei der Kabarett-Fans ihre Tupperdosen und fangen an mit Gänseleber gefülltes Stubenküken zu essen.
Der Kabarettist poltert weiter und die kreischende Menge übertönt es. Schnell sprechen sie ihn noch heilig, während er wutschnaubend und verzweifelt von der Menge weggetragen wird. ” Da, das ist er und ich berühre ihn!”
Continue Reading »Am 13. Juli findet in der Münchner Lach- und Schießgesellschaft die Premiere von Andreas Rebers neuem Programm “Ich regel das” statt und da der geschätzte Herr Kabarettist das mal wieder viel besser beschreiben kann als ich, da ich es ja noch nicht gesehen habe und es erst dann beschreiben kann, wenn ich es auch wirklich gesehen habe, was ich bisher noch nicht getan habe, weil es nicht möglich war aufgrund der kleinen zeitlichen und räumlichen Unregelmäßigkeit, darf er mal wieder selbst ran:
“Rebers, von der Presse liebevoll „der Blockwart Gottes” genannt, ist nachdenklich geworden. Zahlreiche Studien religiöser Schriften, Steuererklärungen und der Bild Zeitung, haben aus ihm einen besseren Menschen gemacht. Wir haben die Zeichen an Himmel und Börse gehen, jedoch der Mensch, ist hinfällig. Statt Gebet und Frohbotschaft will er Wachstum. Aber wohin? Wahres Wachstum ist nur nach innen möglich! Darum brauchen wir mehr Spiritualität, Demut und Bescheidenheit.
Zwei Jahre war er „Auf der Flucht”, um als Wanderprediger zu den Menschen zu sprechen und ihnen den rechten Weg zu weisen. Er traf wichtige religiöse und weltliche Führer und war am Ende so tief enttäuscht, dass er nun als „Selbstberufener” politische und spirituelle Verantwortung übernehmen möchte. Das Zeug dazu hat er allemal, denn er ist Professor für German Hausmeistering, German Putzing und Begründer der christlichen Dachlatten Pädagogik. Oh ja, wenn Meister Rebers kommt, schlägt die Stunde des Handwerkers.
Während sich die einen noch damit begnügen, der Gesellschaft den Spiegel vor zuhalten, haut er denselben erst einmal kaputt, um die shrapnels der Konsumgesellschaft besser analysieren zu können. Er ist ein „outlaw”, dem es mühelos gelingt sich jeder Kategorie zu entziehen, um dann mit den Erwartungshaltungen seines Publikums Achterbahn zu fahren. Sein Stil ist einzigartig und verstörend. Und so liest sich die Presse entsprechend manches Mal wie eine Akte aus einer Psychiatrischen Anstalt. „Der Mann ist total verrückt, völlig durchgeknallt und verbreitet den absoluten Wahnsinn”.
Nun kommt er zurück in den Laden, um seine Frohbotschaft zu verkünden und seine Anhänger zu mobilisieren. Der Humorkoffer ist voll gepackt mit neuen Arbeiterliedern, Hip Hop und Gefechtsberichten, die den Verlauf des Dauerkrieges mit seiner Nachbarin Sabine Hammer, geschiedene Sichel, dokumentieren. Das Bühnenbild ist übrigens von Stanley Kubrick.
Ein Programm ohne Gefangene und wie immer: unsachlich, einseitig und kompromisslos.”
Und hier gehts zum Tourplan um festzustellen, wann und wo man in den Genuss kommen kann, wenn denn dann die Zeit dafür reif ist…
Continue Reading »Heute darf mal der Dorfer Alfred ran:
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