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Archive for April, 2010
In diesen Tagen wurden von den Medien ja mal wieder einige Äußerungen von Kabarettisten künstlich aufgebauscht, frei nach dem Motto “Skandale, die die Welt nicht braucht”. Obwohl eigentlich haben wir ja viiieel zu wenige Skandale, wenn man bedenkt, dass es bereits für einen Skandal reicht, wenn irgendein kleines Promi-Sternchen auf ein öffentliches Klo geht, man sie beim Einkaufen in einem Billig-Laden “erwischt” hat oder sie sagt, dass sie Zähneputzen nicht mag…
“Skandal” Nummer eins drehte sich um Urban Priol und eine seiner Äußerungen in der letzten Folge von “Neues aus der Anstalt”. Er machte sich zurecht über die gespielte Betroffenheit über den Tod von Polens Staatspräsident Lech Kaczynski lustig, was dann natürlich gleich gaaanz Polen verärgerte, sich der ZDF-Programmdirektor im polnischen Fernsehen entschuldigen musste, große Spannungen zwischen den zwei Ländern entstanden und fast ein 25. Weltkrieg ausgebrochen wäre…
Ähnlich erging es auch Josef Hader, der den Fernseh- und Filmpreis “Romy” erhalten sollte, dies aber aus verständlichen Gründen ablehnte und nicht erschien. Soweit so gut, hätte nicht eine findige Reporterin seinen Kollegen Wolfgang Murnberger, natürlich ganz vertraulich, so lange bequatscht, dass dieser dann total genervt sagte, Josef Hader meine die Veranstalter könnten ihn am Arsch lecken. Dieses kleine, im Ärger gesagte “Zitat” macht dann in den österreichischen Medien die Runde und sorgte natürlich für was? Klar, einen Skandal… Ein schöner Beweis dafür wie Journalismus heute funktioniert… Den genauen Hergang kann man in einer kleinen Stellungnahme von Herrn Hader selbst auf seiner Homepage lesen… Faszinierend!
Hauptsache die Herren und Frauen, die sich Journalisten schimpfen, können sich in ruhmsüchtige Orgasmen schreiben. Dann wären wenigstens die befriedigt, während die Masse nach mehr giert. Tut sie das überhaupt?
Continue Reading »An dieser Stelle wollen wir doch auch noch einmal kundtun, was das für eine tolle Aktion am Wochenende von Campact war. Rund 120.000 Menschen bildeten eine 120 km lange Menschenkette zwischen den Atomkraftwerken Krümmel und Brunsbüttel. Hinzu kamen noch einmal 25.000 Menschen, die an den AKWs Biblis und Ahaus mit Aktionen vertreten waren.
Protest, an denen die Medien diesmal wirklich nicht vorbeikamen. Was für ein tolles Zeichen gegen die Atomkraft! Endlich beginnen sich langsam Organisationen und Parteien zusammenzuschließen um groß angelegt für eine gute Sache einzustehen. Endlich werden die Aktionen kreativer, einfallsreicher und vor allem eben besser organisiert.
Doch das war natürlich nicht alles: Campact macht weiter, denn gerade nach den Wahlen in NRW geht die Diskussion um den Ausstieg aus dem Atomausstieg in die heiße Phase. Hierzu sollen von Biblis aus tausende von Luftballons starten, die eine radioaktive Wolke und damit die Gefahr, die von den AKWs ausgeht, symbolisieren sollen. Wir haben bereits über diese Aktion berichtet: Rund 15.000 Menschen haben bereits einen Ballon “bestellt”. Helft mit, dass es bis zum 28. Mai 20.000 werden!
Continue Reading »Heute mal ein kleiner “Klassiker” von Dieter Hildebrandt:
Continue Reading »Ach, immer diese Natur, die bringt uns noch ganz durcheinander! Da haben wir über Jahrzehnte an unserem Luftfahrtsystem gebaut und dann das, alles wird aufgehalten von einer Wolke. Puff und weg war der Luftraum, hat sich in Asche aufgelöst. Ach, was können sich die Medien in schlechten Wortspielen wie dieses ergehen, was kann die Wirtschaft motzen, was können die Passagiere für Schuldige suchen! Heisa, was für ein Spaß!
Und im ganzen “Du bist schuld, nein du!” löst sich die Aschewolke langsam wieder auf. Wahrscheinlich hat sie die Millionen Sondersendungen und Brennpunkte im TV nicht ausgehalten. Da steht man einmal im Mittelpunkt und dann auf diese Art und Weise! Experten, die sich noch nie mit der Wolke persönlich unterhalten haben, geben einfach so Kommentare zu ihr ab. Die wussten ja nicht einmal, wo die Wolke war! Obwohl, wenn Kachelmann nicht verhindert gewesen wäre, hätte er sicherlich ein grandioses Interview mit der Wolke hinbekommen…
Hat sich die arme Aschewolke extra aufgebläht und sich ganz groß gemacht, dass alle sie sehen und dann wird sie falsch wahrgenommen und alle meiden sie. Aber so ist das eben mit Künstlern, auf ewig mysteriös und so unverstanden! Die einzige richtige Reaktion war, dass bei Beerdigungen beim Satz “Asche zu Asche” in heftige Lachkrämpfe ausgebrochen wurde. Da winden sie sich alle am Boden über ihnen die Aschewolke und neben ihnen der Verwandte, der nun auf seine Wolke geht.
Wenigstens haben wir jetzt alle gelernt, dass auch Flughäfen als Strand zählen und man dort wunderbar stranden kann, dass ein Urlaub kein Urlaub mehr ist, wenn man zum Bleiben gezwungen wird und dass Peter Ramsauer der neue Phönix aus der Asche ist. Was haben wir gelacht!
Naja, jetzt hat die Aschewolke auch keine Lust mehr und bleibt lieber in Form von Lava auf Island. Sie hat genug vom restlichen Europa gesehen und wurde nicht gerade nett empfangen. Zuhause ist es halt doch am Schönsten!
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