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Satire Rückblick

Seit über 30 Jahren machten Klaus Huber, Buddy Sacher und Peter Wilmanns zusammen „Muzik als Theater“. Immer wieder haben uns Ars Vitalis mit ihrem wunderbar surrealen Humor und ihrem musikalischen Gespür begeistert, doch nun ist Klaus Huber im Alter von erst 62 Jahren am Neujahrstag gestorben!

Für Ars Vitalis bedeutet dies damit ebenfalls das Ende! Wir sind sehr traurig und verbeugen uns vor einem großartigen Künstler! Wir wollen an dieser Stelle nicht noch einmal die Biografie von Klaus Huber oder Ars Vitalis herunterbeten, denn die könnt ihr zusammen mit etlichen weiteren Informationen unter anderem bereits auf der Seite von Ars Vitalis und der Agentur Marion Wächter nachlesen. Stattdessen lassen wir Ars Vitalis lieber noch einmal auf ihre unvergleichliche Weise „zu Wort“ kommen:

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Grüße an das Christkind!

20. Dezember 2011 by

So, ihr Lieben, ein Jahr ist fast vorbei und ihr braucht an dieser Stelle jetzt keine Angst haben, dass wir in einen sentimentalen Rückblick verfallen. Wir wollten an dieser Stelle mal danke sagen und uns zudem bis ins nächste Jahr verabschieden!

So langsam bewegen wir uns also in die Feiertage. Im kommenden Jahr sind wir hoffentlich einigermaßen ausgeruht und mit neuen Ideen wieder am Start. Dann wartet unter anderem ein neues Design auf euch. Ja, auch wir gehen irgendwann mit der Zeit! Zudem haben wir ein eigenes neues satirisches Projekt in Planung, für das wir auch hier mit viel Glück ab April Werbung machen werden. ;-)

Also, rutscht gut ins neue Jahr, aber bitte nicht aus und lasst es euch gutgehen, was immer ihr auch machen mögt! Bis dann dann in zwei Wochen!

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Und wieder müssen wir uns von einem der ganz Großen des Kabaretts und der Satire verabschieden. Im Alter von 89 Jahren ist Georg Kreisler im Krankenhaus in Salzburg an einer schweren Infektion gestorben. Zeitlebens wurde Kreisler mit seiner Geburtsstadt Wien in Verbindung gebracht, obwohl sein Verhältnis zur Stadt eher gespalten war. Er fühlte sich nach eigenen Angaben niemals irgendwo wirklich heimisch, was sich auch in seiner bewegten Biografie abzeichnet.

1922 wurde Georg Kreisler als Sohn eines jüdischen Rechtsanwalts geboren. 1938 musste er nach dem „Anschluss“ Österreichs an Deutschland in die US fliehen. In Los Angeles konnte er seine musikalische Ausbildung weiterführen und entschloss sich die US-Staatsbürgerschaft anzunehmen. Als Soldat kehrte er noch während des Zweiten Weltkriegs nach Europa zurück. In den 50er Jahren verdingte sich Kreisler in New York als Sänger in Nachtclubs, hatte jedoch aufgrund seines düsteren Humors dort immer wieder Probleme.

1955 führte ihn sein Weg wieder zurück nach Wien, wo er zu einer festen Größe des musikalischen Kabaretts wurde. 1976 zog es ihn und seine spätere Frau Barbara Peters nach Berlin, wo er bis 1991 lebte und vor allem in den „Wühlmäusen“ Erfolge feierte.

Kreisler war Autor von unter anderem Romanen, Bühnentexten, Musicals, Opernsatiren und natürlich seiner legendären Lieder wie „Tauben vergiften im Park“, die inzwischen ja fast schon Hymnen des schwarzen Humors sind. An dieser Stelle müssen wir wohl keinem noch einmal groß erklären, was für ein Vorbild Kreisler für viele war…

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Heute müssen wir uns an dieser Stelle mit einer weniger vergnüglichen Nachricht befassen: Der Liedermacher und Poet Franz Josef Degenhardt ist am Montag im Alter von 79 Jahren gestorben. Degenhardt war einer der bedeutendsten Vertreter des Genres und immer ein Querdenker und politisch Aktiver.

Sein Sohn teilte mit, dass er friedlich eingeschlafen sei. Die Lieder des Künstlers prägten natürlich vor allem die Protestkultur der 60er und 70er Jahre und werden heute leider viel zu wenig dafür eingesetzt. Seinen Vorbildern wie Bertolt Brecht oder Kurt Tucholsky stand er in Nichts nach.

Dies soll keiner der üblichen Nachrufe werden, was sicherlich auch nicht in Degenhardts Sinne gewesen wäre. Darum stoppe ich an dieser Stelle und weise lieber darauf hin, dass in den kommenden Monaten (insgesamt bis 2013) im Berliner Verlag Kulturmaschinen eine Werkausgabe von Franz Josef Degenhardt erscheint, allen voran seine Bücher „Zündschnüre“ und „Brandstellen“. Diese war ursprünglich zu seinem 80. Geburtstag geplant.

Und wie immer ist es auch hier so: Leider befasst sich so manch einer erst mit solchen wunderbaren Künstlern, wenn diese nicht mehr sind… Wir werden Franz Josef Degenhardt auf jeden Fall vermissen!

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Wer mal wieder in nostalgische Gefühle abtauchen, sich an den einen oder anderen schönen satirischen Moment erinnern oder etwas über die Geschichte des Kabaretts in Deutschland an sich erfahren möchte, der sollte dem Deutschen Kabarettarchiv in Mainz einen Besuch abstatten.

In diesem Jahr feiert die Einrichtung ihren 50. Geburtstag mit einer entsprechenden Veranstaltung in den eigenen Räumen, die übrigens auch für die Sendereihe „SWR2 HörBar“ aufgezeichnet wird. 1961 gründete Reinhard Hippen das Archiv als eine private Sammlung. Bis 1989 leitete er es bis es schließlich an die Stadt überging. Inzwischen ist das Deutsche Kabarettarchiv eine Kulturstiftung und wird von Bund, Stadt und Land gefördert.

Fast 30.000 Bücher, gut 20.000 Plakate, etliche Bilder und vor allem so manches Unikat umfasst die Sammlung. Darunter beispielsweise etliches von Loriot bis Wolfgang Neuss, aber auch die Orgel, die Hanns Dieter Hüsch 2001 spielte, als er auf der Bühne einen Schlaganfall erlitt. Heute leitet der Vertraute und ehemalige Manager von Hüsch, Jürgen Kessler das Deutsche Kabarettarchiv, wo übrigens seit ein paar Jahren auch die „Sterne der Satire“, eine Art Walk of Fame der Zunft, zu finden sind. Na dann, auf mindestens weitere 50 Jahre!

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Nach dem Tod des Satirikers Vicco von Bülow hat der Diogenes Verlag nun angekündigt sein letztes Buch früher als geplant auf den Markt zu bringen. „Bitte sagen Sie jetzt nichts“ sollte eigentlich erst im November zu seinem 88.Geburtstag erscheinen, doch nun können wir schon im September damit rechnen.

Nach Angaben des Verlags enthält es „Gespräche mit Loriot aus vier Jahrzehnten“, eine von ihnen wurden bereits veröffentlicht. Seit 1954 hielt Loriot dem Diogenes Verlag die Treue. Insgesamt erschienen dort 114 verschiedene Bände von Loriot-Büchern.

Laut Diogenes war das letzte Buch ihm ein „großes Anliegen“. Nach dem Tod von Loriot ändern übrigens immer noch einige Sender ihr TV-Programm. Der NDR zeigt bis heute jeden Nachmittag zwei seiner Sketche und am Samstag folgt die große Loriot-Nacht. Faszinierend, wie man sein Werk immer wieder sehen kann und immer wieder lauthals lacht, obwohl man genau weiß, was passiert und schon fast mitsprechen kann…

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