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Satire Rückblick

Am vergangenen Freitag, den 15. Februar 2013, ist ein Kabarettist gestorben, der zu dem Schlag Künstler gehörte, die ihr Leben lang unbequem blieben und laut und konsequent ihre Meinung vertraten. Dietrich Kittners Werk war nicht nur aus künstlerischer Sicht bewegend in jeglicher Hinsicht, sondern vor allem sein politisches und soziales Engagement sollte stets Missstände aufdecken und zum Nachdenken bzw. Weiterdenken anregen.

In den 60er Jahren provozierter er immer wieder mit Aktionen gegen Ämter und Behörden und wurde dabei schon mal festgenommen. In Hannover gründete er gemeinsam mit seiner Frau Christel das „Theater an der Bult“ und später das „Theater am Küchengarten“ (TAK). Letzteres blieb bis 1990 das einzige Privattheater Niedersachsens, das auf Weisung des damaligen Ministerpräsidenten Ernst Albrecht (CDU) nicht vom Land gefördert wurde.

Generell war Dietrich Kittner für viele Politiker und Medienmacher zu unbequem, so dass alles dafür getan wurde, dass er möglichst keine Auftritte im Fernsehen bekam. Über 50 Jahre lang stand Kittner auf der Bühne und blieb stets ein Querdenker und ein im positiven Sinne unbequemer Geist. Wer sich noch nie mit diesem Künstler beschäftigt hat, sollte dies unbedingt tun! Dietrich Kittner wurde 77 Jahre alt.

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Was macht einen guten Kabarettisten aus? Dieser schwingt sich nicht unbedingt nur auf aktuelle politische Themen auf und reitet auf der Welle des Medien-Hypes mit, sonder beschreibt, karikiert und kritisiert eher allgemeine gesellschaftliche Zustände und Befindlichketen. So sind viele satirische Analysen absolut zeitlos und auch nach Jahrzehnten aktuell.

Dies gilt unter anderem eindeutig für das Werk der Kabarettisten Dieter Hildebrandt und Hanns Dieter Hüsch! Trotz ihrer unterschiedlichen Herangehensweisen, oder vielleicht gerade deshalb, harmonierten sie perfekt auf der Bühne, was man unter anderem über 20 Jahre lang im „Scheibenwischer“ sehen konnte.

Tacker Film präsentiert eine DVD, auf der all ihre gemeinsamen „Scheibenwischer“-Auftritte und auch etliches Solo-Material von 1980 bis 2001 vereint sind. Zusätzlich gibt es ein ausführliches Interview mit Dieter Hildebrandt zur Arbeit mit Hanns Dieter Hüsch und natürlich zur Entstehung des „Scheibenwischers“.

Eine DVD für alle, die grandioses Kabarett lieben und für alle, die gerade dabei sind, dies für sich zu entdecken! Es ist genau diese Zeitlosigkeit, die man deutlich anhand der Auftritte merkt, denn der Mensch verändert sich tragischerweise in seinen Grundfesten nicht und so sind die meisten ihrer Themen heute genauso aktuell wie damals…

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Zur Weltgeschichte. Die Geschichtsstunde wurde zwar schon 2004 in die Klassenzimmer übertragen, aber wie wir wissen macht erst die Wiederholung des Stoffes eine gute Note möglich 😉

– Volker Pispers aus seinem Programm „Bis Neulich“ (2004)

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Dass Kabarett ein wichtiger Bestandteil der deutschsprachigen Kulturlandschaft ist, müssen wir euch an dieser Stelle sicherlich nicht noch einmal ausführlich erklären. Es ist eine der wenigen Kunstformen, die sich in einigen Bereichen die sprichwörtliche Narrenfreiheit bewahrt hat, während andere Formen längst vollends im Kommerz untergehen. Der Bewahrung und der Dokumentation der unterschiedlichen Formen der Satire widmen sich die Kabarettarchive.

Wie bereits vor einigen Monaten an dieser Stelle berichtet, hat das Österreichische Kabarettarchiv (ÖKA) massive Finanzierungsprobleme. 1999 wurde diese landesweit einzigartige Institution als Verein gegründet. Seitdem macht den Betreibern wie so oft die Finanzierung immer wieder Probleme. Im vergangenen September letzten Jahres war es sogar soweit, dass das Österreichische Kabarettarchiv schließen musste und ins Deutsche Kabarettmuseum in Mainz überführt wurde.

Nun konnte man sich immerhin für 2012 eine neue Finanzierung sichern und feierlich wiedereröffnen! Man findet das ÖKA nun in einem von der Universität Graz bereit gestellten Raum. In dem Gebäude befindet sich auch das Literaturhaus Graz. Doch nach wie vor steht die Existenz auf der Kippe. Namhafte Kabarettisten wie Alfred Dorfer oder Andreas Vitasek setzen sich weiterhin für den Erhalt ein. Hier könnt ihr auf der Website des ÖKA schmökern. Das Deutsche Kabarettarchiv findet ihr unter diesem Link… Institutionen, die unbedingt bestehen bleiben müssen! Wer helfen möchte, findet auf der Website des ÖKA natürlich auch den Kontakt für Spenden. Man kann auch Mitglied oder Förderer werden.

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Am 7. Mai dieses schönen Jahres wird Gerhard Polt 70 Jahre alt und da Menschen Jubiläen lieben, wird natürlich auch dieser runde Geburtstag des Künstlers entsprechend zelebriert. Wer auf die Lebensgeschichte des Kabarettisten zurückblicken möchte, der kann dem noch bis zum 10.6.2012 im Literaturhaus in München nachkommen.

Die Ausstellung „Braucht’s des?“ wird nicht nur Erinnerungen an den Kabarettisten selbst und sein Schaffen wachrufen, sondern bestimmt auch bei dem einen oder anderen Gedanken an eigene Begebenheiten wecken. Was hat man selbst erlebt, als man diesen Sketch gesehen hat? Stimmt da war ja noch was! An was erinnert mich dieses Stück?

Nun ja, und alle Jüngeren können Gerhard Polt auf diese Weise eben entdecken und in das Werk eines großartigen Künstlers einsteigen. In Videobotschaften richtet sich in der Ausstellung Polt übrigens selbst an die Besucher. Also, habemus Poltum! Alle weiteren Infos wie Öffnungszeiten etc. gibt’s hier

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Die meisten wissen an dieser Stelle hoffentlich, wer Matthias Beltz war, so dass wir uns die üblichen kurzen Zusammenfassungen über sein Leben als Künstler wie immer sparen können. Er war einer der herausragendsten Satiriker des Landes und mit Sicherheit ein streitbarer Charakter. Meist schaffte er es in nur wenigen Sätzen oder Reimen gesellschaftliche Zusammenhänge auf den Punkt zu bringen und scheute dabei auch den Tabubruch nicht. (So, und jetzt bin ich doch ein wenig in den typischen Tonfall gerutscht…)

Am 27. März vor zehn Jahren starb Matthias Beltz im Alter von erst 57 Jahren. Zu diesem Anlass zeigt das hr-fernsehen am 27.3.2012 zwei Filme zu Ehren des Künstlers. Ab 22:45 Uhr läuft „Kabarettist, Kritiker und Philosoph Matthias Beltz – ein Rückblick“ und ab 23:45 „Unterm Pflaster war kein Strand“. Beide Filme kann man auch bereits im Frankfurter Autoren Theater ab 20 Uhr in einer Preview sehen.

Zudem feierte am Frankfurter Autoren Theater vergangene Woche das Stück „Ich bin nichts. Ich hab nichts. Aber ich lach mich tot.“ von Matthias Beltz Premiere. Es handelt sich dabei um die Erstaufführung zehn Jahre nach dem Tod des Kabarettisten. Da die Vorstellungen rasant ausverkauft waren, gibt es noch eine Zusatzvorstellung am 18. März. Wer noch Karten ergattern will, sollte schnell sein!

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