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Programme
Wie bereits an dieser Stelle schon einmal erwähnt, arbeitet Bruno Jonas aktuell nicht nur fleißig an Projekten wie seiner TV-Sendung „Die Klugscheißer“, sondern wird uns ab diesem Herbst auch mit einem neuen Programm beglücken. „So samma mia – Die Welt aus bayerischer Sicht“ nennt sich dieses. Die Premiere wird im September 2013 sein und danach stehen bereits die ersten Termine fest.
Da wir leider weder eine Zeitmaschine besitzen noch die Fähigkeit haben in die Zukunft zu sehen, können wir das neue Programm logischer- und interessanterweise noch nicht beurteilen. Daher im folgenden die Presseankündigung. Tada:
„’Der Mensch ist ein Tier auf zwei Beinen. Aufrecht bis zum Umfallen. Rücksichtslos, egoistisch, immer auf seinen Vorteil bedacht. Aber auch sozial und solidarisch, wenn es ihm nützt…’
Mit solchen Gedanken beginnt Bruno Jonas sein neues Programm SO SAMMA MIA, in dem er versucht, Antworten auf Fragen zu geben, die uns alle schon lange unter den Nägeln brennen:
Warum sind wir so, wie wir sind, und wie ist es dazu gekommen, dass wir so und nicht anders sind, und wer sind wir überhaupt? Sind die Bayern eine eigene, von allen anderen unabhängige Daseinsform oder lediglich ein deutscher Stamm unter vielen? Werden wir in naher Zukunft alle Europäer? Wer sind wir dann in Europa? Die Dummen? Und wenn ja, warum merken wir es nicht? Sollten wir als Europäer dann englisches Toastbrot essen oder besser französisches Baguette zu uns nehmen oder doch lieber Knäckebrot aus Schweden? Wie steht`s um die Ballaststoffe? Gibt es da ein Nord-Südgefälle? Muss das bayerische Vollkornbrot der europäischen Weißbrotlobby weichen? Wird das bayerische Reinheitsgebot der Europäisierung standhalten können, und darf die Weißwurst auch nach 12 Uhr gegessen werden? Muss man, wenn man alle Fakten in der Gesamtschau betrachtet, nicht zu dem Schluss kommen, dass Bayern mit all seinen Eigenheiten als Weltkulturerbe erhalten bleiben muss?
‘Wir haben etwas Unverwechselbares, etwas, das nur wir haben und sonst niemand auf der Welt. Wir sind einmalig. Obwohl einige von uns auch in allen anderen zu finden ist. Bis zu 3% des Neandertalers sind in unserem Erbgut nachzuweisen. Merkwürdigerweise haben die restlichen 97% auch keine wesentlichen Unterschiede aufzuweisen. Wir sind uns alle ähnlich und doch unterscheiden wir uns enorm.’“
Also vormerken und sobald wie möglich ansehen!
Continue Reading »Sigi Zimmerschied ist ein „Urviech“ auf der Bühne. Er bewegt sich grandios zwischen Theater und Kabarett und seine Programme haben uns immer wieder zutiefst beeindruckt. Daher wollen wir euch natürlich auch sein neuestes Werk „Multiple Lois – Entwürfe eines Parasiten“ ans Herz legen.
Die beiden Vorpremieren hat Sigi Zimmerschied bereits hinter sich gebracht. Am 19. Februar 2013 feiert „Multiple Lois“ in der Lach- und Schießgesellschaft in München offiziell Premiere. Danach kommt man wie immer vor allem im süddeutschen Raum und in Österreich in den Genuss. Gespielt wird unter anderem im Münchner „Lustspielhaus“ oder im „Kabarett Niedermair“ in Wien. Und da wir natürlich nicht hellsehen können und wie immer nicht so tun wollen, als hätten wir das Ganze schon gesehen, hier der offizielle Pressetext:
„Lois wird in Bälde sechzig.
Er ist stolz auf sich.
Er hat nie etwas geleistet und immer gut gelebt.
Er hat sich eben die Geschenke gesucht, die das Leben vor ihm versteckt hat.
Aber warum steht er jetzt ratlos und ängstlich in einem leeren Raum und stammelt um sein Leben?
Warum rechtfertigt er sich?
Alle machen es doch so.
Alle saugen am Wirt.
Homo homini ixodes.
Jeder ist jedermanns Zeck.
Allen voran der Staat.
Die Oberzecke.
Wie Onkel Norbert immer sagte.
Es gibt in Deutschland acht Millionen Zierfischerl und zwei Millionen Beamte.
Das sind zehn Millionen hilflose Geschöpfe, die gefüttert werden müssen.
Nein, er hat sich nichts vorzuwerfen.
Auf einen Zierfisch mehr oder weniger kommt es doch nicht an.
Lois wird in Bälde sechzig.
Oder doch nicht mehr?“
Ein Kabarett-Programm, das man sich nicht entgehen lassen sollte! (Ja, bei solch einem guten Stück kann man schon mal gleich zur Einleitung Werbung machen!) Am gestrigen Abend bewies uns Thomas Freitag in den Berliner Wühlmäusen mal wieder, dass er in unseren rein subjektiven Augen zu den Besten seiner Zunft gehört!
In „Der kaltwütige Herr Schüttlöffel“ (Buch Dietmar Jacobs) kann der Schauspieler Thomas Freitag wieder einmal brillieren. Er spielt einen Bibliothekar, der sich gegen die Schließung seiner Bibliothek wendet, diese daher besetzt hält und die Bücher als Geiseln festhält. Er möchte die letzten Refugien der Bildung und der Ruhe in einer immer schneller werdenden Zeit beschützen. Er wendet sich gegen Bildungsarmut, die sogenannte Alternativlosigkeit, gegen das Sparen an der Kultur, gegen Gleichmacherei und Schnäppchenwut.
Sowohl Kafkas Affe aus „Ein Bericht für eine Akademie“ kommt zu Wort wie Karl Marx, der deutlich macht, dass wir alle in Sachen Gier den sogenannten Mächtigen in Nichts nachstehen. Wir alle halten den Kapitalismus am Laufen und werden, wie Thomas Freitag es ausdrückt „immer wieder über den Tisch gezogen, wobei wir die dabei entstehende Reibung auch noch als Nestwärme empfinden“. Als Marx wendet er sich gegen das ewige Jagen nach Schnäppchen, dagegen, dass alles immer nur billig sein muss und kaum einer mehr bereit ist für Qualität und faire Herstellungsbedingungen zu zahlen. „Wir alle sind nicht besser“ und so kann auch Marx den Tennissocken für 2,30 Euro aus China nicht widerstehen…
Der Pommesbudenbesitzer von nebenan beklagt seinen Untergang neben den großen Fast-Food-Ketten und Schiller ist einem Verleger der heutigen Zeit ausgeliefert, der „Die Räuber“ so umschreibt, dass sich das Buch angeblich besser verkaufen lässt. Ein Abend zwischen Theater und Kabarett, zwischen Lachen und manchmal lieber Weinen, zwischen ruhigen und unterhaltsamen Momenten, zwischen dem vorgehaltenen Spiegel und dem Traum von einer besseren Welt, so lieben wir es! Noch bis zum 25. Januar spielt Thomas Freitag „Der kaltwütige Herr Schüttlöffel“ in den Berliner Wühlmäusen. Alle weiteren Termine findet ihr hier…
Continue Reading »Am Samstagabend lockte uns Matthias Egersdörfer mit seinem sirenenhaften Gesang und dem betörenden Klang seiner sanften Stimme in die Wühlmäuse in Berlin. Auf seine romantisch-verträumte Art trug er uns weich gebettet durch den Abend. Himmlisch und einfach die perfekte Einstimmung auf den wunderbaren 1. Advent! Ach jaaa….
Es reihte sich eine absolut wahre Geschichte, die auf jeden Fall so passiert ist, an die nächste. Das Schicksal der Biene Gundl will uns seitdem genauso wenig aus dem Kopf wie die Lieder seiner Kindheit.
Beschwingt und mit überquillendem Herzen schritten wir in die Nacht hinaus und sind nach wie vor guter Hoffnung, dass auch bei unserer nächsten Fahrt mit der Deutschen Bahn vielleicht doch der Brezelmann zusteigen wird! Als wir dann endlich nach all diesen Gedanken einschlafen konnten, träumten wir von Matthias Egersdörfer in einer lindgrünen Badehose wie er elegant nach einem Gummibärchen schnappt, das seine Frau auf dem Sieben-Meter-Brett für ihn in die Luft streckt.
Wer hier nun nichts verstanden haben sollte, unbedingt selbst einmal die genauen Details über die Ankunft des Brezelmannes hören möchte oder vielleicht einfach nur Egersdörfers liebliche Erscheinung vermisst, der sollte sich unbedingt sein Programm „Ich mein’s doch nur gut!“ ansehen! Zu den Terminen geht’s hier….
Continue Reading »Was passiert, wenn sich eine bayerische Kabarettistin und ein österreichischer Kabarettist künstlerisch zusammentun, kann man ab Ende Dezember erleben, denn dann spielen Monika Gruber und Michael Niavarani zum ersten Mal ihr gemeinsames Programm „Best of Beide“, genauer gesagt vom 29. bis zum 31. Dezember 2012 in der Wiener Stadthalle.
Die Idee dazu soll den beiden laut Medienberichten erst vor ein paar Tagen gekommen sein, als Monika Gruber in der Stadthalle auftrat und Michael Niavarani auf die Bühne kam um sie zu begrüßen. Der darauf folgende Schlagabtausch hat beiden wohl so viel Spaß gemacht, dass sie diese Dialoge noch weiter ausbauen wollen.
Man darf also gespannt sein! Ab Februar sind bereits weitere Termine angesetzt…
Continue Reading »Heute mal wieder ein kleiner, neuer Programmtipp: Wer kann, sollte sich unbedingt das neue Programm „Theorie des feinen Menschen“ von Claus von Wagner ansehen! (Okay, das ist jetzt vielleicht mehr ein Befehl als ein Hinweis…) In einem Ein-Mann-Stück nimmt er die Finanzkrise, die Rolle der Politiker und Banker sowie den allgemeinen Wahnsinn der Wirtschafts- und Finanzwelt auseinander.
In „Theorie des feinen Menschen“ spielt Claus von Wagner einen jungen Mann, der das Bankschließfach seines verstorbenen Vaters, der einst Anlageberater war, durchforstet. Dabei lernt er seinen Vater nicht nur besser kennen und es kommen so manche Geheimnisse ans Licht, sondern er wird auch prompt im Keller der Bank eingeschlossen und hat daher lange Zeit über die Welt der Finanzen und natürlich seinen Vater nachzudenken…
Wir wollen an dieser Stelle wie immer gar nicht zu viel herumschwadronieren, sondern euch lieber an dieser Stelle den Link zu den Terminen hinterlassen. So, und nun bildet euch selbst eine Meinung!
