Seit diesem Mittwoch hat das Warten ein Ende: Lothar Attila Dombrowski und die Seinen kehren auf die Bühnen des Landes zurück um Mitstreiter für ihre Sache, okay noch ist es Dombrowskis Sache, aber wer weiß, zu finden. Rund ein Jahr hat man darauf warten müssen, dass sie Georg Schramm mal wieder mit auf Tour nehmen. Wer noch Karten bekommen hat, kann “Meister Yodas Ende” live miterleben.

Wie, ihr glaubt das hättet ihr schon? Wenn ihr euch da mal nicht getäuscht habt! Seit der Premiere warten wir nun auf die ersten Rezensionen, denn wir haben erst im Dezember in Berlin das Vergnügen. Leider scheinen nicht so viele Medienvertreter dabei gewesen zu sein oder waren vielleicht so angetan, dass sie den Stift nicht mehr halten können, wer weiß…

Jedenfalls ist erst jetzt die erste Rezension in der “Badischen Zeitung” aufgetaucht, auf die wir euch doch gleich mal hinweisen wollen. “Meister Yodas Ende. Über die Zweckentfremdung der Demenz” ist demnach ein Schramm in Bestform. Wir können es jedenfalls kaum erwarten und freuen uns auf die Momente, die wir an Schramm, neben vielen anderen Dingen, besonders schätzen: Der Augenblick, wenn das Publikum zwischen Belustigung und Betroffenheit hin und her schwankt und nicht mehr weiß wie es sich verhalten soll. Dieser Moment des Ertappens ist einmalig!

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Posted by Nina - 03/09/10 - 0 comments

 

702px-Dieter_hildebrand_20070317Achtung, alle Freunde des gepflegten Kabaretts: Dieter Hildebrandt feiert noch in diesem Monat mit seinem neuen Programm “Ich kann doch auch nichts dafür” Premiere in der Münchner Lach- und Schießgesellschaft. Auch bei dieser Programm-Vorstellung halten wir uns lieber an den Protagonisten und Macher selbst und halten wiederum unseren Mund über ein Programm, dass wir auch nur vom Hörensagen her kennen… ;-) Noch!

Ach so, eines noch vorweg, bevor wir an dieser Stelle die Beschreibung des Programms von der Seite der Lach- und Schießgesellschaft zitieren. Die Premiere findet am 24. August diesen schönen Jahres statt. So, und nun sind wir still und lassen Hildebrandt selbst zu Wort kommen. Nein, eins müssen wir noch loswerden, alle weiteren Termine findet ihr auf der Homepage des altehrwürdigen Kabarettisten selbst. So, nun gehts wirklich los. In diesem Zusammenhang interessiert manche wohl auch noch, dass es am 24. um 20 Uhr losgeght… Und nun, bütteschön:

“Wir sollen nach vorne blicken. Das ist ein Satz, der tief in mir verankert ist, den meine Bundeskanzlerin immer wieder mit hohem Ernst in die Tiefe des Raumes schmettert und den ich versuche zu verwirklichen. Nach einer ihrer letzten Reden, in denen sie den Satz viermal ausstieß, habe ich mich mit meiner Frau Renate zweiundeinhalb Stunden auf das Sofa gesetzt, und wir haben zweiundeinhalb Stunden nach vorne geblickt. – Es ist uns niemand entgegengekommen.

Und noch einmal will ich nach vorne blicken. In diesem Jahr werde ich kein Buch schreiben. Ich werde ein Kabarettprogramm schreiben, spielen, lesen und, ich verspreche es, n i c h t singen.

Was der Titel Ihnen verrät, weiß ich nicht. Soviel ist ihm zu entnehmen, nämlich, dass wir alle nichts dafür können. Für nichts und wieder nichts. Kann ich was dafür, wenn dort, wo nie etwas passiert, wo nie ein Krieg ausbrach, plötzlich ein Vulkan ausbricht und damit ganz Europa verascht wird? Kann ich was dafür, wenn Leute, die regieren, nicht wissen, ob Krieg ist, wenn es schießt? Ich kann doch auch nichts dafür, das die, die ich wähle, nicht gewinnen. Und nie komme ich an den heran, der etwas dafür kann, dass ein Schwachsinnsbeschleunigungsgesetz beschlossen werden soll. Komme ich an den heran, der mein Erspartes verspekuliert, obwohl er Bank studiert hat? Wenn ich in den Spiegel schaue … kann ich was dafür? Was kann ich denn dafür, dass ich von Leuten regiert werde, die einen anderen Beruf schwänzen?

Mal sehen, was ich sage, wenn ich spiele. Aber die Drohung bleibt bestehen: Ich komme dorthin, wo Sie mich besuchen können. Und wenn Sie nicht kommen? Ich kann doch auch nichts dafür. Aber Sie!

Ihr Dieter Hildebrandt”

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Posted by Nina - 06/08/10 - 2 comments

 
Andreas Rebers "Ich regel das" © Janine Guldener

Andreas Rebers "Ich regel das" © Janine Guldener

Am 13. Juli  findet in der Münchner Lach- und Schießgesellschaft die Premiere von Andreas Rebers neuem Programm “Ich regel das” statt und da der geschätzte Herr Kabarettist das mal wieder viel besser beschreiben kann als ich, da ich es ja noch nicht gesehen habe und es erst dann beschreiben kann, wenn ich es auch wirklich gesehen habe, was ich bisher noch nicht getan habe, weil es nicht möglich war aufgrund der kleinen zeitlichen und räumlichen Unregelmäßigkeit, darf er mal wieder selbst ran:

“Rebers, von der Presse liebevoll „der Blockwart Gottes” genannt, ist nachdenklich geworden. Zahlreiche Studien religiöser Schriften, Steuererklärungen und der Bild Zeitung, haben aus ihm einen besseren Menschen gemacht. Wir haben die Zeichen an Himmel und Börse gehen, jedoch der Mensch, ist hinfällig. Statt Gebet und Frohbotschaft will er Wachstum. Aber wohin? Wahres Wachstum ist nur nach innen möglich! Darum brauchen wir mehr Spiritualität, Demut und Bescheidenheit.

Zwei Jahre war er „Auf der Flucht”, um als Wanderprediger zu den Menschen zu sprechen und ihnen den rechten Weg zu weisen. Er traf wichtige religiöse und weltliche Führer und war am Ende so tief enttäuscht, dass er nun als „Selbstberufener” politische und spirituelle Verantwortung übernehmen möchte. Das Zeug dazu hat er allemal, denn er ist Professor für German Hausmeistering, German Putzing und Begründer der christlichen Dachlatten Pädagogik. Oh ja, wenn Meister Rebers kommt, schlägt die Stunde des Handwerkers.

Während sich die einen noch damit begnügen, der Gesellschaft den Spiegel vor zuhalten, haut er denselben erst einmal kaputt, um die shrapnels der Konsumgesellschaft besser analysieren zu können. Er ist ein „outlaw”, dem es mühelos gelingt sich jeder Kategorie zu entziehen, um dann mit den Erwartungshaltungen seines Publikums Achterbahn zu fahren. Sein Stil ist einzigartig und verstörend. Und so liest sich die Presse entsprechend manches Mal wie eine Akte aus einer Psychiatrischen Anstalt. „Der Mann ist total verrückt, völlig durchgeknallt und verbreitet den absoluten Wahnsinn”.

Nun kommt er zurück in den Laden, um seine Frohbotschaft zu verkünden und seine Anhänger zu mobilisieren. Der Humorkoffer ist voll gepackt mit neuen Arbeiterliedern, Hip Hop und Gefechtsberichten, die den Verlauf des Dauerkrieges mit seiner Nachbarin Sabine Hammer, geschiedene Sichel, dokumentieren. Das Bühnenbild ist übrigens von Stanley Kubrick.

Ein Programm ohne Gefangene und wie immer: unsachlich, einseitig und kompromisslos.”

Und hier gehts zum Tourplan um festzustellen, wann und wo man in den Genuss kommen kann, wenn denn dann die Zeit dafür reif ist…

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Posted by Nina - 23/06/10 - 0 comments

 

Jochen Malmsheimer mütziertJochen Malmsheimer die Zweite diese Woche: Da surft man unschuldig durchs Netz und dann entdeckt man eine ganz neue Seite des wortakrobatsichen und dem selbigen zugetanen Kabarettisten. Jochen Malmsheimer ist blau, also seine neue Seite ist es. Blaauuu, nicht beiiige, nein blau!

So macht man eben immer wieder neue Entdeckungen. Sowas! Wer die Homepage des Jochen Malmsheimer also schon vorher gut fand,sexy und aufregend, sollte sich diese neue Seite mal ansehen, die in unseren Augen (ja, wir sind schon wach und haben keinen Schlaf mehr in den Guckerchen) wirklich gut gelungen ist. Eine Seite, die nicht nur informiert, sondern auch amüsiert, über die man dann reflektiert und merkt, dass man wurde infiziert. Oder so…

Naja, guckt euch die neue Seite einfach mal an und urteilt selbst! Ach ja, und nicht am Seil ziehen! ;-)

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Posted by Nina - 21/05/10 - 0 comments

 

An diesem Wochenende kamen wir mal wieder in den Genuss von Josef Hader und seinem Programm “Hader muss weg”. Allgemein fällt es mir sehr schwer zu Programmen etwas sagen zu müssen, denn es wird so viel geschrieben und so viel interpretiert, dass meist der wahre Kern verloren geht. Wer also auf der Suche nach einer Rezension ist, sollte sich an eine der etlichen Zeitungen, Interviews und Kritiken halten… ;-)

Was soll man da noch groß sagen? Hader und sein Programm sind ohne Frage Kunst und zwar im reinsten Sinne. Und schon höre ich sie wieder rufen, die Schubladen-Stecker, die Stempel-Aufdrücker, die Welt-Kategorisierer. “Ist das denn noch Kabarett?”, sagt eine sonore Stimme. “Ist das nicht vielmehr Theater?”, antwortet eine kreischende Stimme zurück. “Oder erkennt man darin gar Elemente von Comedy? Hat er nicht an einer Stelle das Intellektuelle verlassen und sich auf einen seichten Pfad begeben?”, tiriliert es besserwisserisch aus beiden Kehlen zugleich.

Schon faszinierend wie so ein Kabarett-Publikum gestrickt ist. Sie wollen einen schönen Abend haben (ja, das will jeder auch zurecht) und sehen einem Künstler zu wie er meist fast drei Stunden sich in Worte einhüllt, seine Seele aus dem Leib spielt und versucht den Menschen irgendwie auf seine Hofnarren-Art etwas zu zeigen, einen Spiegel vorzuhalten. Kunst also im reinsten Sinne… Und was machen die meisten? Diskutieren über Schubladen, kotzen die selben Phrasen aus, die am nächsten Tag die Journalisten in ihren Rezensionen zu Wortblasen aufplustern werden. Viele machen also genau das, was da auf der Bühne kritisiert wurde. Ach ja, und Hader darf zum zwei Millionsten mal im Interview die Frage über Österreich, Deutschland und beider Humor beantworten…

Okay, so war das vielleicht schon immer. Nicht umsonst greift der Klischee-Künstler auf dem Höhepunkt seiner Karriere zum erlösenden Kopfschuss…

Naja, uns haben Hader und Co. auf jeden Fall entflammt und wir konnten uns endlich mal wieder in diesen Tagen dem widmen, was man Kreativität nennt. Vielleicht findet ihr dafür ja auch eine passende Schublade… Und so sagen wir Danke an Hader und seine Kollegen, dass sie trotz ihres Publikums, den Journalisten und der sogenannten Kabarett-Szene weitermachen und immer neue Ideen aufbringen! :D

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Posted by Nina - 06/04/10 - 0 comments