Copyright © 2012 LE CHAT NOIR. All Rights Reserved.
Programme
Es soll ja noch Leute geben, die die Show „Die fetten Jahre“ von Malediva noch nicht gesehen haben. Tztztz…
Wer dies noch vorhat oder einfach nicht genug bekommen kann, hat dazu zum letzten Mal in Berlin die Chance.
Am 28. und 29. Februar spielt Malediva selbige Show noch einmal in den Wühlmäusen. Danach hat man Pech gehabt… Okay, alle Fans und die, die es noch werden wollen, müssen nicht allzu lange traurig sein, denn vom 24.3. bis zum 6.4. sind die Herren wieder mit ihrer „PyjamaParty!“ im TIPI zu sehen. Dann heißt es: Im Bett mit Malediva! Und das wird garantiert schlaflos…
Hier wie immer noch der Pressetext für „Die fetten Jahre“:
„Malediva ist längst kein Kabarett mehr, wenn sie es denn je waren. Ihre Show DIE FETTEN JAHRE ist eine einzigartige Mischung aus herrlich bourlesker Boulevardkomödie und geistreicher Gesellschaftssatire mit perfide gereimten Dialoggefechten.
In DIE FETTEN JAHRE erwartet das schwule Vorzeigepaar Freunde und Verwandte zum Essen und scheitert wie stets grandios an den eigenen Erwartungen.
Mit ihren charismatischen Stimmen und ihrem virtuosen komödiantischen Talent zeigen Tetta Müller und Lo Malinke auch in ihrem siebten abendfüllenden Programm, dass sie ihrem Ruf als intelligente Entertainer wieder mehr als gerecht werden.
Großen Anteil am eigenen unverwechselbaren Stil von Malediva haben die mitreißenden Melodien, für die Komponist und Pianist Florian Ludewig verantwortlich zeichnet. Auf ihren Tourneen durch Deutschland, Österreich, und die Schweiz können sich Malediva stets auf eine treue Fangemeinde verlassen, die sehnsüchtig auf diesen funkelnden Mix aus ohrwurmtauglichem Pop und Songwriter-Balladen wartet.“
Continue Reading »Das Jahr geht zu Ende und so manch einer ist der Meinung zurückblicken zu wollen. Im TV werden wir mit Jahresrückblicken überschüttet, bei denen sich die sogenannten aktuellen Showgrößen versuchen dürfen. Es geht jedoch natürlich auch anders! Dies beweist in diesem Monat Django Asül mit seinem Sonderprogramm „Rückspiegel 2011“.
Mit dem Programm ist er in diesem Monat durch Deutschland unterwegs. Wer nicht selbst hingehen kann, möchte oder darf, der hat immer noch die Möglichkeit sich „Rückspiegel 2011“ im TV anzusehen und zwar genauer gesagt am 29. und 30. Dezember ab 22 Uhr im BR.
Und hier wie immer noch das, was der Künstler selbst auf seiner Website zum Programm sagt: „Wer nach vorne fährt, sollte den Blick nach hinten nicht vergessen. Das lernt man schon in der ersten Fahrstunde. Was in der räumlichen Dimension angebracht ist, kann also für die zeitliche Dimension nicht schlecht sein. Und das Jahr 2011 hat einen eigenen Abend im Rückspiegel wahrlich verdient.
Hatte diese schwarz-gelbe Regierung überhaupt einen Führerschein und wenn ja für welches Land? Waren die Skandale, die Fernsehlandschaften erschütterten real oder Reality? Wer kam, wer ging?
Und wer war überhaupt da?
Aber so ein Jahr wird nicht nur von der Politik, Sport, Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur geprägt, sondern auch von wichtigen Themen wie z.B. was die vier Jahreszeiten sonst noch alles zu bieten haben. Django Asül hat sich deshalb vorgenommen: An ein Jahr, das zum Vergessen ist, muss zumindest 100 Minuten erinnert werden.“
Vielen geht es wohl ähnlich wie mir: Ich kann dieses affektierte Gerede über Kunst nicht ertragen. Ich mag es nicht, wenn Menschen sich vor ein Bild stellen und emotionslos ihr Wissen über Epochen und die möglichen Intentionen des Künstlers herunterbeten, die sich vorher in irgendeinem ach so genialen Katalog gelesen haben. Noch schlimmer finde ich, wenn man in Ausstellungen oder ins Theater geht, weil alle das machen, weil es schick ist eben mal ein wenig Kultur zu genießen…
Jürgen Becker scheint es in diesem Bereich ähnlich zu gehen und daher beglückt er uns mit seinem neuen Programm „Der Künstler ist anwesend“. Wie immer spreche ich an dieser Stelle nicht über etwas, was ich noch nicht gesehen habe. Wobei so eine ausführliche Interpretation im Vorfeld…
Nein, hier also das, was Jürgen Becker selbst auf seiner Homepage über das neue Programm sagt: „Die Kleinkunst hat gegenüber der bildenden Kunst einen Nachteil: Kabarettisten kann man nicht übers Sofa hängen. Wenn man’s doch tut, passt er womöglich nicht recht zur Couchgarnitur. Dennoch kann auch Kleinkunst bildende Kunst sein: „Der Künstler ist anwesend“ ist der Titel eines Programms, das bildende Kunst und Kleinkunst genussreich vereint. Nach diesem Parforceritt durch die Kunstgeschichte wissen sie genau, was über Gotik und Romanik zum Barock mit Rubens sprichwörtlichem Fleisch dicker Frauen führte. Und warum Marcel Duchamp für die Kunst der Fluch der Keramik wurde.
Sie werden sich nie mehr auf einer Vernissage blamieren und rufen: „Die rote Skulptur finde ich am besten.“ Gefolgt von der niederschmetternden Bemerkung des Galeristen: „Das ist unser Feuerlöscher!“
Hier können Sie auf das Angenehmste ihre wenigen Wissenslücken schließen und sind am Ende selbst Künstler. Ein Bild kann man malen. Wenn es niemand erwerben möchte, hängt man es halt in die Diele.
Die Kleinkunst jedoch findet ohne Sie als Zuschauer erst gar nicht statt. Wenn keiner kommt, fällt es aus. Das Kunstwerk entsteht erst gar nicht ohne Sie. Josef Beuys forderte einst die soziale Plastik – hier entsteht sie endlich in der Fett-Ecke des rheinischen Humors.
Wenn am Ende des Abends alle beim Freibier zusammenstehen und sich das Eintrittsgeld wieder heraustrinken, heißt die lebende Skulptur „Die Künstler sind anwesend“. Oder wie die Rheinische Post titelte: „Jürgen Becker fesselt 600 Besucher“.“
Der gelernte Jurist und nun Kabarettist Max Uthoff ist seit der vergangenen Woche mit einem neuen Programm unterwegs und das muss an dieser Stelle natürlich kurz erwähnt werden, denn Uthoff hat sich inzwischen in die erste Liga der Kabarettisten gespielt und darf dort nach unserer Ansicht gerne so lange wie möglich bleiben. Und so beschreibt er selbst sein Programm auf seiner übrigens wirklich toll gemachten Website:
„Kabarett ist unanständig. Denn es bedeutet sich in aller Öffentlichkeit über sein Personal lustig zu machen. So etwas tut man nicht. Max Uthoff weiß das. Er tut es trotzdem. Max Uthoff ist oben. Als Mann, Weißer, Westeuropäer. Da heißt es, die Pfründe zu sichern gegen die Hungrigen, die ihr Stück vom Kuchen abhaben wollen: Migranten, Arme, Frauen.
Und so ruft man Ihnen zu: Das Leben ist kein Wunschkonzert! Eher eins von Rammstein. Zu teuer, schlecht im Geschmack, das Böse anbetend.
Die gute Nachricht lautet: Wir Deutschen haben auch anständig bezahlte Leiharbeiter: Politiker. Wir leihen ihnen die Arbeit, von der wir ahnen, dass sie zu schmutzig ist um sie selbst zu machen. Das ist gut so, denn für eine gerechtere Weltordnung haben wir selbst keine Zeit.
Hereinspaziert, meine Damen und Herren, in das Panoptikum des alltäglichen Wahnsinns. Max Uthoff gibt sich die Ehre als Reiseführer durch ein Land, in dem sich jeder Zehnte nach einem starken Führer sehnt. Und das trotz Roland Pofalla. Lassen Sie sich verunsichern durch ein Programm, dass sich den wichtigsten Fragen wie immer verweigert: Ist die Justiz nur eine Freisprechanlage der Mächtigen? Was wächst von unten: Stalaktiten oder Antisemiten? Und wenn deutsche Eltern ein kluges Kind wollen, müssen sie dann eins aus Südkorea adoptieren?“
Max Uthoff ist in den nächsten Wochen übrigens auch das eine oder andere Mal im TV zu sehen (dazu bei uns zugegebenem Zeitpunkt mehr) und wird Anfang nächsten Jahres den Deutschen Kabarett-Preis bekommen.
Continue Reading »Axel Pätz hat fast schon in Rekordzeit die deutsche Kabarettszene erobert und wurde bereits mehrfach ausgezeichnet. Am 4. Oktober ist er mit seinem Programm „Die Ganze Wahrheit – Tastenkabarett“ in den Wühlmäusen in Berlin zu Gast. Weitere Termine findet ihr hier… Zudem tourt der liebe Herr Pätz auch weiterhin mit seinem Programm „Das Niveau singt“ durch die Lande. Absolut empfehlenswert!
Ach ja, und dann noch an dieser Stelle wie immer der Auszug aus dem Pressetext, damit ihr so ungefähr wisst, woran ihr seid:
„Ein durch langjährige Ehe und Kindererziehung gestählter Familienvater schildert mit klaren Worten und viel Musik seine in den dunklen Schluchten des brutalen Alltags erworbenen Erkenntnisse auf allen Gebieten des täglichen Lebens.
Zwischen Geburtstrauma und Seniorenresidenz hat Axel Pätz nicht nur gelernt, wie man die Familie heldenhaft den Klauen eines Schwedischen Möbelriesen entreißt, und dass in weiten Teilen der Bevölkerung immer noch erschreckend viel Unwissen über die fachgerechte Lagerung von Leichenteilen herrscht, sondern auch seinen Blick geschärft für die wirklich wichtigen Dinge des Lebens.
So präsentiert er sich als erfahrener Lebensberater, der mit Worten und Liedern bereitwillig Auskunft gibt, und sich dabei virtuos auf Piano, Akkordeon und Concertina begleitet.
Am Ende des Abends ist jedenfalls klar: Das Leben ist zwar grausam, kriminell und voller Gefahren, doch wenn man, wie Axel Pätz, „Ja!“ sagt zu Mugabe, Dinkellolly und Westerwelle, dann wird eines Tages vielleicht auch der verzweifelte Aufschrei einer gequälten Kreatur erhört. Ein Aufschrei, um der Welt zu sagen: „Ich will ein Kind von Birgit Prinz!““
