Hier mal wieder ein kleiner musikalischer Kommentar zur Politik, der Wirtschaft und dem ganzen Rest. Tom Waits hat das Wort:
Life is whittled
Life’s a riddle
Man’s a fiddle that life plays on
When the day breaks, and the earth quakes
Life’s a mistake all day long
Tell me, who gives a good gooddamn
You’ll never get out alive
Don’t go dreaming
Don’t go scheming
A man must test his mettle
In a crooked ol’ world
[Chorus:]
Starving in the Belly
Starving in the Belly
Starving in the Belly of a whale
Starving in the Belly
Starving in the Belly
Starving in the Belly of a whale
Dan’t take my word
Just look skyward
They that dance must pay the fiddler
Sky is darkening
Dogs are barking
But the caravan moves on
Tell me who gives a good gooddamn
You’ll never get get out alive
Don’t go dreaming
Don’t go scheming
A man must test his mettle
In crooked ol’ world
Starving in the Belly…
[Chorus]
As the crow flies
It’s there the truth lies
At the bottom of the well
E-o-leven goes to heaven
Bless the dead here as the rain falls
Don’t trust a bull’s horn
A doberman’s tooth
A runaway horse or me
Don’t be greedy, don’t be needy
If you live in hope you’re
Dancing to a terrible tune
Starving in the Belly
Starving in the Belly…
Ach ja, aktuell ist mal wieder eine schöne Debatte um die Daten von deutschen Steuersündern in der Schweiz entbrannt. Und mal wieder übertreffen sich die Politiker selbst, so dass man hier fast schon keine Satire mehr braucht. Sehr schön, seid selbst euer politisches Kabarett! Schon blöd, wenn man die üblichen Geschäfte auf einmal öffentlich ausmachen muss…
Gestern Abend war für mich ein Konzert mit dem wunderbaren Konstantin Wecker angesagt. Ich könnte mich nun hier in einer Rezension ergehen, mich auslassen über die Liedreihenfolge, die Interpreten (Wecker genial mit dem Spring String Quartett und natürlich Jo Barnikel), die Akkustik, und und und. Doch das alles ist nicht wichtig!
Es war ein Abend, an dem ich ganz bei mir selbst war, an dem man Kraft tanken konnte, an dem man auf eine wunderbare Weise Bestätigung für sein Tun und seine Weltsicht erhalten hat.
Da ist einer auf der Bühne, der keine Show abzieht, der echt ist, der sagt, was er denkt und gerade diese Menschen werden immer rarer. Einer, der unbequem ist und sein will, einer, der es nicht scheut einfach so zu sein wie er ist, einer, der hinter all dem Protest und den Ungerechtigkeiten in dieser Gesellschaft die Menschen an sich nie vergisst, ja, einer, der die Menschen als Ganzes begreift.
Trauer und Schmerz, Liebe und Leidenschaft, Kunst und Politik und all die herrlichen Dinge, alles ist erlaubt. Man ist bei sich und versucht so auch seinen Alltag zu bestreiten, was einem ja bekanntliche niemals leicht gemacht wird. Natürlich kann man über Weckers Musik und sein “Pathos” streiten, aber auch das wäre absolut unangebracht, denn dann hat man wohl nur wenig von all dem vorher gesagten verstanden. Egal, ob man es mag oder nicht, es ist ehrlich, es kommt direkt aus dem Herzen und er fühlt sich so. Und das ist im Ende das Wichtigste! Wie häufig sieht man das heute in der Kunst noch?
Ja, ihr seht es war ein gelungener Abend und nach all den pseudo-philosophischen Lobeshymnen muss ich dann doch noch etwas über die Akkustik fallen lassen: Danke, dass wir, die nicht so gut hören konnten, uns auf die Chorplätze setzen durften…
Es ist schon immer wieder faszinierend wie wenig fähig wir Menschen sind aus unseren Fehlern zu lernen. Das zeigt sich seit Tausenden von Jahren menschlicher Geschichte. Immer wieder wiederholt sich das Ganze ungefähr: Kriege werden ausgelöst, angeprangert, man schwört sich es nie wieder zu tun und ein paar Jahre später geht es von vorne los.
Nach und nach verschiebt sich ein System in Richtung Faschismus und Unterdrückung. Wenn es nicht mehr geht, kommt es zur Revolution, man schwört sich es nie wieder zu tun, toleranter zu sein und für Gerechtigkeit zu sorgen, allen geht es ein paar Jahre gut und dann geht es wieder von vorne los…
Nur die technische Entwicklung und ein paar Erkenntnisse schreiten voran, im Großen und Ganzen bleibt der Mensch jedoch gleich. (dazu auch noch später mehr von Erich Kästner… )
Und so geht es jetzt auch wieder in Sachen Finanzkrise: Banker, Börsianer und Co. haben uns alle nach Strich und Faden beschissen. Alle wissen es, haben mal kurz mit dem Kopf geschüttelt, sich empört und schon wird wieder so weitergemacht wie früher. Es wird wieder fleißig in Aktien und Fonds investiert und niemand hat daraus gelernt. Alle sind beruhigt, weil ein paar Politiker und Wirtschafsbosse das Volk mit fadenscheinigen Versprechungen wieder einlullen. Dabei sichern sie in Wirklichkeit nur den Weitererhalt eines maroden Systems, das einzig und allein ein paar Mächtigen Vorteile bringt. Wann wachen wir Menschen endlich auf? So wie es aussieht, nie…
Zum Abschluss die ganze Finanzmisere nochmal mit den Worten von Tom Waits: “God’s Away On Business” (übrigens um das Jahr 2000 rum aufgenommen, also noch vor dem Zusammenbruch!)
Und hier noch der Text:
I’d sell your heart to the junkman baby
For a buck, for a buck
If you’re looking for someone
to pull you out of that ditch
You’re out of luck, you’re out of luck
The ship is sinking
The ship is sinking
The ship is sinking
There’s leak, there’s a leak,
in the boiler room
The poor, the lame, the blind
Who ore the ones that we kept in charge
Killers, thieves, and lawyers
God’s Away, God’s away
God’s away on Business. Business. God’s Away,
God’s Away God’s Away on Business. Business.
Digging up the dead with
a shovel and a pick
It’s a job, it’s a job
Bloody moon rising with
a plague and a flood
Join the mob, join the mob
It’s all over. It’s all over, It’s all over
There’s a leak, there’s a leak,
in the boiler room
The poor, the lame, the blind
Who are the ones that we kept in charge?
Killers, thieves, and lawyers
God’s away. God’s away, God’s away
On Business. Business.
God’s away, God’s away. God’s away
On Business.
Instrumental Break
Goddamn there’s always such
a big temptation
To be good, To be good
There’s always free cheddar in
a mousetrap, baby
It’s a deal, it’s a deal
God’s away, God’s away, God’s away
On Business. Business.
I narrow my eyes like a coin slot baby,
Let her ring, let her ring
God’s Away, God’s Away
God’s Away on Business.
Business……….