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Biographien

Normalerweise halten wir ja nicht viel von Künstler-Porträts. Diese sind meist zu überdreht und lassen den Künstler dabei weniger als Menschen, sondern eher als unantastbares Genie dastehen. Der Film von Barabra Weber aus der Reihe „Lebenslinien“ über Andreas Rebers ist jedoch anders und bildet eine sehenswerte Ausnahme!

Sensibel werden hier die Weltsichten und das Leben von Andreas Rebers beleuchtet. Und was am Wichtigsten ist: Er und sein Umfeld erzählen selbst und es gibt keinen Sprecher, der in hochtrabenden Phrasen dem Künstlerklischee frönt. Dieser leise und nachdenkliche Film ist absolut empfehlenswert und basiert natürlich auf der Biographie von Andreas Rebers „Der kleine Kaukasus“.

Wer ihn noch nicht gesehen hat, kann dies in der Mediathek des BR nachholen. Mehr wollen wir dazu gar nicht sagen, außer noch einmal: unbedingt gucken!

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Wieder verliert das deutschsprachige Kabarett einen herausragenden Künstler! Am 18. März 2013 starb Peter Ensikat im Alter von 71 Jahren. Er war einer der ersten Kabarettisten, die den Sprung von der Arbeit in der DDR zum gesamtdeutschen Künstler geschafft hatten. Viele Jahre machte er sich auch als Leiter des Berliner Kabaretttheaters Distel einen Namen.

Geboren wurde Peter Ensikat 1941 im brandenburgischen Finsterwalde. In den 1960er Jahren begann er mehr und mehr für Kababrettbühnen in Leipzig, Dresden und Berlin zu schreiben. Zudem arbeitete er als Schauspieler und Regisseur. In den 80er Jahren war er der am häufigsten gespielte Autor für Theater und Kabarett in der DDR und prägte die Szene natürlich maßgeblich.

Immer wieder wehrte er sich gegen Zensur und legte sich mit dem DDR-Staat an. Seine Sendung „Scharfer Kanal“ verfolgte den Wiedervereinigungsprozess als kritische Stimme. 1991 ging er zum Theater Distel in Berlin und prägte seitdem immer wieder das Haus mit seinen Texten, aber auch mit seiner Arbeit als Regisseur und Darsteller. Bekannt war Ensikat auch für seine Kindertheater-Stücke sowie seine zahlreichen Bücher. Die Distel plant übrigens aktuell eine Gedenkveranstaltung.

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Solch ein Schritt ist für keinen leicht, erst recht nicht, wenn man in den letzten Jahrzehnten so viel Leidenschaft in seinen Beruf gelegt hat: Der Kabarettist Olaf Böhme musste in diesen Tagen leider offiziell verkünden, seine Kabarettkarriere vorerst zu beenden beziehungsweise hoffentlich nur auf Eis zu legen!

Grund dafür ist seine schwere Leukämie-Erkrankung. Böhme ist promovierter Mathematiker und seit Mitte der 80er Jahre als Schauspieler und Kabarettist unterwegs. Neben seinen späteren Soloprogrammen und Filmen war er unter anderem in der Gruppe „Spielbrett“ zu sehen und leitete das „theater 50“ und das „bebe“ in Dresden. In den letzten Jahren schrieb er auch immer wieder ernste Stücke wie „Der Patient“.

Folgende Worte richtet er selbst auf seiner Website an sein Publikum: „Seit November vergangenen Jahres habe ich nicht mehr auf der Bühne gestanden. Aus meinem Innern hatte ich ein klares Signal erhalten, innezuhalten. Anfang 2008 war mir die Diagnose „Chronische lymphatische Leukämie“ gestellt worden, und im Herbst vergangenen Jahres spitzten sich die Dinge zu. Anfang Mai habe ich eine Stammzellspende erhalten in der Absicht und mit der Hoffnung, die Krankheit hinter mir lassen und am Leben bleiben zu können. Bisher ist alles gut verlaufen, das Weitere müssen die kommenden Wochen, Monate und Jahre zeigen.
Wie auch immer sich die Dinge entwickeln werden – mit dieser Krankheit endet eine große Phase meines Lebens. Den Kabarettisten Olaf Böhme, wie man ihn mehr als 25 Jahre kannte, wird es so nicht mehr geben. Aber wenn es Gott und dem Leben gefällt, wird ein Neues sein. Sie sind herzlich eingeladen, mit mir darauf neugierig zu sein.
Ich danke allen, die mit guten Wünschen und Gebeten diesen Prozess begleiten, und grüße Sie herzlich.
Olaf Böhme“

Wir wünschen diesem tollen Künstler alles Gute sowie viel Kraft und hoffen ihn bald wieder erleben zu können!

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An diesem Wochenende erreichte uns eine sehr traurige Nachricht: Der Kabarettist Heinrich Pachl ist viel zu früh im Alter von 68 Jahren gestorben! Seine Agentur hat die Meldung bereits bestätigt. Pachl war einer der bissigsten Satiriker des Landes. Er litt offenbar seit einiger Zeit an Krebs.

Geboren wurde Heinrich Pachl am 12. Oktober 1943. Seit über 40 Jahren war er mit der Musikern Li Daerr zusammen. In ihren Armen ist er offenbar in der Nacht von Samstag auf Sonntag gestorben. Man habe ihm am Samstag noch einen Stent gesetzt um ein neues Medikament auszuprobieren. Wenige Stunden später starb der Kabarettist…

Pachl trat trotz seiner Krankheit aktuell noch auf. Sein Programm, das er seit letztem Jahr spielte, heißt tragischerweise „Das überleben wir“. Nicht-Kabarettfans kennen Pachl zudem aus seinen Fernsehrollen. So war er zum Beispiel 2005 im Kölner „Tatort: Erfroren“ zu sehen. Erneut verliert die deutsche Kabarett-Szene einen herausragenden Künstler!

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Aufmerksamen Lesern müssen wir an dieser Stelle wohl nicht noch einmal extra sagen, dass wir das Buch „Der kleine Kaukasus“ von Andreas Rebers ganz wunderbar finden… Nun ja, und solltet ihr nicht zu diesen Lesern unserer Seite gehören: Wir finden das Buch ganz wunderbar! 😉 Vor ein paar Tagen haben wir euch zudem versprochen, dass wir in das gerade erschienene Hörbuch ausgiebig hineinhören.

Trara, das haben wir hiermit getan! Wir wollen das Buch an dieser Stelle nicht noch einmal zusammenfassend beschreiben, denn das haben wir bereits zu Hauf getan, wie zum Beispiel hier. Widmen wir uns also daher dem Hörbuch selbst, denn am Text hat sich ja nichts geändert. Was für ein Wunder!

Gelesen wird „Der kleine Kaukasus“ von Joachim Król, was ja an sich schon sehr vielversprechend ist. Diese hohen Erwartungen werden absolut erfüllt! Wer also keine Zeit zum Selberlesen oder keine Lust dazu hat, der kann sich von der angenehmen Stimme von Joachim Król und den Texten von Andreas Rebers auf andere Gedanken bringen lassen. Leider wird man beim Hörbuch, wie so oft, nicht in den Genuss von allen Passagen des Buchs kommen, denn es handelt sich um eine gekürzte Fassung, die immerhin auf vier CDs eine Zeit von insgesamt 280 Minuten einnimmt. Also, alles in allem eine schöne Methode sich das Buch zu Gemüte zu führen…

Hier kann man das Hörbuch und natürlich das Buch selbst unter anderem käuflich erwerben: Der kleine Kaukasus: WortArt

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Seit einigen Monaten ist nun schon Andreas Rebers‘ Buch „Der kleine Kaukasus“ auf dem Markt. Meine Annahmen von damals haben sich bestätigt: Es ist wirklich zu einem meiner Lieblingsbücher geworden, das ich gerne jedem weiterempfehle. Also, versteht das hier ruhig als Aufforderung! 😉

Wer jedoch nur wenig Zeit oder Lust zum Selber-Lesen hat, kann sich nun auch vom Hörbuch belesen lassen. Lehnt euch zurück und lauscht der Stimme des wunderbaren Joachim Kròl, der „Der kleine Kaukasus“ eingelesen hat.

Dem werden wir in diesen Tagen ebenfalls folgen und für euch näher hinhören. Eine ausführlichere „Rezension“ bzw. einige Gedanken zum Hörbuch folgen also noch. Vielleicht braucht ihr aber gar nicht unsere Überredungskunst und holt euch das Hörbuch einfach selbst (auf CD oder als Download): Der kleine Kaukasus: WortArt

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