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In diesen Tagen wurden von den Medien ja mal wieder einige Äußerungen von Kabarettisten künstlich aufgebauscht, frei nach dem Motto “Skandale, die die Welt nicht braucht”. Obwohl eigentlich haben wir ja viiieel zu wenige Skandale, wenn man bedenkt, dass es bereits für einen Skandal reicht, wenn irgendein kleines Promi-Sternchen auf ein öffentliches Klo geht, man sie beim Einkaufen in einem Billig-Laden “erwischt” hat oder sie sagt, dass sie Zähneputzen nicht mag…
“Skandal” Nummer eins drehte sich um Urban Priol und eine seiner Äußerungen in der letzten Folge von “Neues aus der Anstalt”. Er machte sich zurecht über die gespielte Betroffenheit über den Tod von Polens Staatspräsident Lech Kaczynski lustig, was dann natürlich gleich gaaanz Polen verärgerte, sich der ZDF-Programmdirektor im polnischen Fernsehen entschuldigen musste, große Spannungen zwischen den zwei Ländern entstanden und fast ein 25. Weltkrieg ausgebrochen wäre…
Ähnlich erging es auch Josef Hader, der den Fernseh- und Filmpreis “Romy” erhalten sollte, dies aber aus verständlichen Gründen ablehnte und nicht erschien. Soweit so gut, hätte nicht eine findige Reporterin seinen Kollegen Wolfgang Murnberger, natürlich ganz vertraulich, so lange bequatscht, dass dieser dann total genervt sagte, Josef Hader meine die Veranstalter könnten ihn am Arsch lecken. Dieses kleine, im Ärger gesagte “Zitat” macht dann in den österreichischen Medien die Runde und sorgte natürlich für was? Klar, einen Skandal… Ein schöner Beweis dafür wie Journalismus heute funktioniert… Den genauen Hergang kann man in einer kleinen Stellungnahme von Herrn Hader selbst auf seiner Homepage lesen… Faszinierend!
Hauptsache die Herren und Frauen, die sich Journalisten schimpfen, können sich in ruhmsüchtige Orgasmen schreiben. Dann wären wenigstens die befriedigt, während die Masse nach mehr giert. Tut sie das überhaupt?
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