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Dieses Wochenende stand für uns ganz im Zeichen der Auseinandersetzung mit der Finanzkrise. Attac hatte, wie bereits berichtet, zum Bankentribunal geladen und damit all jene direkt an den Pranger gestellt, die in Deutschland für die Krise verantwortlich waren und sind. Eine absolut wichtige Veranstaltung, denn allein schon das Stattfinden macht darauf aufmerksam, dass all jene für ihre Verbrechen nicht belangt werden, ja, sogar dafür noch hofiert werden.
Natürlich ist solches auch immer Wind für den rauschenden Blätterwald. Die Medien stürzen sich darauf und versuchen all das natürlich wieder zu schmälern. Der Stern sagt, Attac wäre feige geworden, die Süddeutsche bezeichnet die Veranstaltung linientreu als altlinkes Gerede usw. und sofort.
Ja, das Urteil hätte schärfer ausfallen können, ja, man hätte noch drastischer vorgehen müssen, grundsätzlich zählt aber der Gedanke dahinter: Nämlich, dass alles so weiter geht wie bisher, dass wir uns mit gesetzten Segeln auf die nächste Krise zubewegen, dass die Verantwortlichen noch immer an der Macht sind etc.
Faszinierend ist für mich allerdings stets zu sehen, wie sich die Gegenbewegungen gruppieren und so nie eine große Massenbewegung auslösen werden. Die Atomgegner von Campact protestierten am Samstag mit einer Menschenkette nur einen Kilometer weiter. Warum tut man sich nicht für beide Veranstaltungen zusammen? Warum wurde das Bankentribunal im Innern abgehalten und nicht wenigstens in Stücken in der Öffentlichkeit abgehalten. Am Ende haben alle Bewegungen einen gemeinsamen “Feind”, einen gemeinsamen Ursprung für alle Probleme. Warum lässt man also nicht mal das ewige Reden, das Debattieren etc. sein und schließt sich unter einem ganz einfachen Gesichtspunkt zusammen, nämlich, dass dieses System und diese Regierung so nicht mehr funktionieren? Punkt. (Dazu wollen wir euch in Zukunft auf unserer noch im Aufbau befindlichen Community die-revoluzzer.de ein Forum bieten, damit sich der Widerstand besser organisieren kann
).
Und am Ende muss ich natürlich noch etwas zum Kabarett von Georg Schramm und Urban Priol am Eröffnungsabend des Bankentribunals sagen: Immer wieder faszinierend zu sehen, dass das Kabarett die Leute am meisten berührt, aufstachelt und mitnimmt. Das einzige Mal an diesem Abend, dass wirklich eine kleine Revolutionsstimmung in der Luft lag. Die Beiträge vorher waren gut, keine Frage, aber erst der Auftritt der beiden, brachte die Leute zum Kochen und zum Nachdenken… Kabarett ist manchmal gar nicht so sinnlos, wie viele das wahrnehmen, allen voran die Kabarettisten selbst…
Und weil wir gerade dabei sind: Morgen Abend um 22:15 Uhr im ZDF “Neues aus der Anstalt” nicht vergessen!
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