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An diesem Wochenende kamen wir mal wieder in den Genuss von Josef Hader und seinem Programm “Hader muss weg”. Allgemein fällt es mir sehr schwer zu Programmen etwas sagen zu müssen, denn es wird so viel geschrieben und so viel interpretiert, dass meist der wahre Kern verloren geht. Wer also auf der Suche nach einer Rezension ist, sollte sich an eine der etlichen Zeitungen, Interviews und Kritiken halten… ;-)

Was soll man da noch groß sagen? Hader und sein Programm sind ohne Frage Kunst und zwar im reinsten Sinne. Und schon höre ich sie wieder rufen, die Schubladen-Stecker, die Stempel-Aufdrücker, die Welt-Kategorisierer. “Ist das denn noch Kabarett?”, sagt eine sonore Stimme. “Ist das nicht vielmehr Theater?”, antwortet eine kreischende Stimme zurück. “Oder erkennt man darin gar Elemente von Comedy? Hat er nicht an einer Stelle das Intellektuelle verlassen und sich auf einen seichten Pfad begeben?”, tiriliert es besserwisserisch aus beiden Kehlen zugleich.

Schon faszinierend wie so ein Kabarett-Publikum gestrickt ist. Sie wollen einen schönen Abend haben (ja, das will jeder auch zurecht) und sehen einem Künstler zu wie er meist fast drei Stunden sich in Worte einhüllt, seine Seele aus dem Leib spielt und versucht den Menschen irgendwie auf seine Hofnarren-Art etwas zu zeigen, einen Spiegel vorzuhalten. Kunst also im reinsten Sinne… Und was machen die meisten? Diskutieren über Schubladen, kotzen die selben Phrasen aus, die am nächsten Tag die Journalisten in ihren Rezensionen zu Wortblasen aufplustern werden. Viele machen also genau das, was da auf der Bühne kritisiert wurde. Ach ja, und Hader darf zum zwei Millionsten mal im Interview die Frage über Österreich, Deutschland und beider Humor beantworten…

Okay, so war das vielleicht schon immer. Nicht umsonst greift der Klischee-Künstler auf dem Höhepunkt seiner Karriere zum erlösenden Kopfschuss…

Naja, uns haben Hader und Co. auf jeden Fall entflammt und wir konnten uns endlich mal wieder in diesen Tagen dem widmen, was man Kreativität nennt. Vielleicht findet ihr dafür ja auch eine passende Schublade… Und so sagen wir Danke an Hader und seine Kollegen, dass sie trotz ihres Publikums, den Journalisten und der sogenannten Kabarett-Szene weitermachen und immer neue Ideen aufbringen! :D

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