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So viel mal wieder zur groĂen WandlungsfĂ€higkeit der Menschheit und natĂŒrlich der Politik…
Kurt Tucholsky schrieb diese Zeilen bereits 1920:
Rechts und links
Rechts sind BĂ€ume, links sind BĂ€ume,
und dazwischen ZwischenrÀume.
In der Mitte flieĂt ein Bach!
Ach!
Rechts hat man die Industriellen,
welche eine Presse wellen,
eine, die den Abonnenten
nationale fette Enten
tÀglich aufzubinden hat.
Und so fÀllt denn Blatt auf Blatt
in die HĂ€nde von Kartellen
unsrer GroĂindustriellen.
Und man schiebt sich dies und jenes,
weils bequem is und gemeen is.
Und die Aktie kommandiert â
die Verwaltung salutiert.
Helfferich ruft Weh und Ach …
In der Mitte flieĂt ein Bach.
Links hat man die neuen Helden,
die sich schon seit 18 melden,
wenns was zu vermitteln gibt.
(Dies GeschÀft ist so beliebt.)
Barmat, Parvus, Sklarz GebrĂŒder â
Ei, man ist so brav und bĂŒder.
Die Regierung ist schockiert
und wird mÀchtig angeschmiert.
Manches Silber ist vernickelt,
mancher Handel ist verwickelt.
Reine Finger hab, wer kann!
Schlimmstenfalls zieh Handschuh an!
Rechts sind Schieber, links sind Schieber.
Jedes Antlitz ein Kassiber.
In der weiland groĂen Zeit
schob man Seins im grauen Kleid.
Sieh die Rechten, sieh die Linken â
und es will mich schier bedĂŒnken,
…
Rechts sind BĂ€ume, links sind BĂ€ume,
und dazwischen ZwischenrÀume.
In der Mitte flieĂt ein Bach â
Ach!
Theobald Tiger
Ulk, 27.02.1920, Nr. 9.
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