Subscribe to RSS Feed
Foto: Jim Rakete

Foto: Jim Rakete

Am Montag war es soweit und Rainald Grebe startete mit seinem neuen Solo-Programm in den Berliner Wühlmäusen. „So schnell eine neues Programm?“ haben wir uns zugegebenermaßen gefragt. Der Mann scheint unermüdlich an seiner Arbeit zu schrauben. Es war ein wunderschöner Abend, nur leider hätte er sich in unseren Augen vielleicht doch ein wenig mehr Zeit für die kreative Vorarbeit lassen sollen.

Zeit um noch ein bisschen mehr in sich zu gehen. Zeit um sich in kleinen Teilen vielleicht sogar neu zu erfinden. Keine Frage, wir haben auf der Bühne Rainald Grebe, vielleicht nicht in Bestform, aber eben doch in guter Form erlebt, aber leider kann das neue Programm nicht an seine letzten Arbeiten wie das Album „Zurück zur Natur“ oder sein Stück im Gorki Theater „Völker schaut auf diese Stadt“ anknüpfen.

Bei diesen hatte man den Eindruck, Grebe hätte einen Sprung gemacht und sei dabei sich neu aufzustellen. Ankündigungen wie, dass er im nächsten Programm wieder runterfahren, vielleicht auch wieder etwas mit Puppen machen wolle, verstärkten diesen Eindruck.

In Das RainaldGrebeKonzert zeigt er nun Bilder aus seinem Leben und vermittelt Eindrücke, erzählt Anekdoten in seinem typischen Stil. Alles wunderbar und mit vielen Lachern verbunden, leider hat er sich an einigen Stellen zu wenig getraut und nur auf sein altbekanntes Konzept vertraut. Solche tieferen Momente spürt man in der zweiten Hälfte in manchen Liedern. Dort setzt er dann auch ein Mittel ein, für das ich ihn persönlich sehr liebe: Leise Momente, die so lange gehalten werden, bis sie auf dem Höhepunkt gebrochen werden.

Ein Programm mit viel Potential, das man sicher noch weiter ausbauen kann. Wie sagte der Küüünstler selbst: „Ich glaube, in zwei Wochen ist dies ein ganz gutes Programm.“ Dem können wir nur beipflichten.

(Ihr wisst sicher, dass ich es hasse, auf den Arbeiten von anderen herumzuhacken. Normalerweise schreibe ich über Dinge, die bei mir nicht so gut wegkamen, einfach nicht, denn jede Aufführung oder Ähnliches ist mit viel Arbeit verbunden und am Ende ist das Ergebnis immer Geschmackssache. Hier hatte ich jedoch, besonders nach der Premieren-Feier im Anschluss, das Gefühl ein paar Dinge loswerden zu wollen…)

Tags: , ,

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *


Blogosphäre

Blog Top Liste - by TopBlogs.de Bloggeramt.de Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de