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cc by wikimedia/ Rabanus Flavus

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Und wieder müssen wir uns von einem der ganz Großen des Kabaretts und der Satire verabschieden. Im Alter von 89 Jahren ist Georg Kreisler im Krankenhaus in Salzburg an einer schweren Infektion gestorben. Zeitlebens wurde Kreisler mit seiner Geburtsstadt Wien in Verbindung gebracht, obwohl sein Verhältnis zur Stadt eher gespalten war. Er fühlte sich nach eigenen Angaben niemals irgendwo wirklich heimisch, was sich auch in seiner bewegten Biografie abzeichnet.

1922 wurde Georg Kreisler als Sohn eines jüdischen Rechtsanwalts geboren. 1938 musste er nach dem „Anschluss“ Österreichs an Deutschland in die US fliehen. In Los Angeles konnte er seine musikalische Ausbildung weiterführen und entschloss sich die US-Staatsbürgerschaft anzunehmen. Als Soldat kehrte er noch während des Zweiten Weltkriegs nach Europa zurück. In den 50er Jahren verdingte sich Kreisler in New York als Sänger in Nachtclubs, hatte jedoch aufgrund seines düsteren Humors dort immer wieder Probleme.

1955 führte ihn sein Weg wieder zurück nach Wien, wo er zu einer festen Größe des musikalischen Kabaretts wurde. 1976 zog es ihn und seine spätere Frau Barbara Peters nach Berlin, wo er bis 1991 lebte und vor allem in den „Wühlmäusen“ Erfolge feierte.

Kreisler war Autor von unter anderem Romanen, Bühnentexten, Musicals, Opernsatiren und natürlich seiner legendären Lieder wie „Tauben vergiften im Park“, die inzwischen ja fast schon Hymnen des schwarzen Humors sind. An dieser Stelle müssen wir wohl keinem noch einmal groß erklären, was für ein Vorbild Kreisler für viele war…

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