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cc by wikimedia/ Zinneke

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Gut gesprochen, Meister Dombrowski. Am Ende du den Triumph geerntet hast, der Widerstand gegen Klonkrieger beeinflussen wird. Jaja, Georg Schramm hat mit Meister Yoda so viel gemeinsam wie Thilo Sarrazin mit Schlauheit und Charisma. Wie wir alle wissen, sondert Schramm nicht nur grammatikalisch fragwürdige Halbweisheiten ab. Er schafft auf der Bühne weitaus mehr als irgendwelche in die Gemeinschaft als sogenannter Kult eingegangene Filme. Er berührt mehr, er regt zum Nachdenken an, er hält den Menschen den Spiegel vor.

Groß waren die Erwartungen in Georg Schramms neues Programm „Meister Yodas Ende. Über die Zweckentfremdung der Demenz“ und diese hat er absolut erfüllt. Konsequent erzählt er die Geschichten seiner Charaktere weiter, lässt sie sich entwickeln, watscht dabei die Mächtigen und das System ab, deckt Ungerechtigkeiten und Co. auf und geht auf aktuelle Formen des Widerstands ein. Einmal mehr zeigt er dabei seine Stärken in Sachen präziser Recherche und sein Gefühl für den Wechsel zwischen lauten und leisen Momenten. Nachdenklichkeit und Traurigkeiten wechseln sich mit dem heiligen Zorn ab.

Ja, überall bekommt Georg Schramm Lob. Die Presse hebt ihn in den Himmel und sein Publikum sowieso, doch in diesem Fall ist es mehr als berechtigt. Schramm hat ohne Frage seine Kunst perfektioniert und liegt dabei weit über dem normalen Kabarett-Durchschnitt, den wir leider im Zuge des Comedy-Booms erleben. Er macht Theater. Er macht Kunst und lebt nicht nur von schnöden Pointen um der Lacher willen. So war auch dieser Abend in den Wühlmäusen hier in Berlin gestern mehr als gelungen und wir ziehen erneut unseren Hut.

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